Salina Raurica
Umlegung der Rheinstrasse: Eine schöne und eine weniger schöne Überraschung

Bei den Bauarbeiten für die neue Strasse in Pratteln stiess man auf verunreinigte Erde. Das macht das Projekt teurer. Doch die günstigeren Landkäufe machen den Bau wieder günstiger.

Michel Ecklin 1 Kommentar
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Bau der neuen Rheinstrasse bei Salina Raurica.

Bau der neuen Rheinstrasse bei Salina Raurica.

Roland Schmid

Die Verlegung der Rheinstrasse in Pratteln wird teurer als erwartet. Denn bei den Bauarbeiten wurde verunreinigtes Material entdeckt. Das hatte das Baselbieter Tiefbauamt zwar erwartet und auch schon im Budget einberechnet. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass «massgeblich mehr verschmutztes Material im Untergrund angetroffen wurde als prognostiziert», wie die Regierung am Mittwoch mitteilt.

Neben den zusätzlichen Entsorgungskosten habe der verschmutzte Boden auch Mehraufwand beim Bauablauf und bei der Organisation und Überwachung der Bauarbeiten verursacht. Zudem entfielen massgebende Aushubmengen, die zur Wiederverwendung auf der Baustelle vorgesehen waren. Diese mussten mit zugeführtem Material kompensiert werden.

Zu den 51 Millionen Franken, die der Landrat für die Realisierung der Strassenverlegung bereits 2017 genehmigt hatte, sollen deshalb weitere 16,6 Millionen hinzu kommen. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat eine entsprechende Erhöhung des Realisierungsbudgets.

Salina Raurica ist auf Eis gelegt

Das Gesamtprojekt wird trotzdem nicht um diese Summe teurer. Denn die Landerwerbskosten haben sich als günstiger erwiesen als erwartet. Unter dem Strich rechnet der Regierungsrat mit Gesamtkosten von 83,6 Millionen Franken. Dank Beiträgen von Dritten, hauptsächlich aus dem Agglomerationsprogramm des Bundes, bleiben für den Kanton Kosten von rund 64 Millionen Franken übrig.

Die Verlegung der Strasse soll der besseren Erschliessung von Salina Raurica dienen. Die Planung dieses Entwicklungsgebiets zwischen Pratteln und Augst ist allerdings nach dem Nein des Baselbieter Stimmvolks zur Verlängerung des Trams 14 auf Eis gelegt.

1 Kommentar
Thomas Zweidler

Ob JA oder NEIN des BL-Stimmvolks zur Tramverlängerung Salina Raurica - welches ja ein Bekenntnis zum Grünerhalt dieser Flächen war, zu weniger Bauen und Beton - wird fleissig weiter gebaut. Strassen und Projekte für Erschliessungen.... Dabei ist diese Ebene eine der letzten unverbauten Ebenen in BL - es gibt sonst nichts mehr, überall Warenlager, Einkaufszentren, Fabriken und und und.... So soll es wohl auch in Jahren in dieser Rheinebene aussehen - nach dem Willen der Planer - nicht des Volkes....

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