Bargeldreserven
Prattler Biotechfirma Santhera braucht frisches Kapital

Die Biotechfirma Santhera ist auf neues Kapital angewiesen. Man werde daher eine neue Finanzierung anstossen.

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Bei Santhera schwinden die Bargeldreserven.

Bei Santhera schwinden die Bargeldreserven.

Keystone

Santhera ist zum Erfolg verdammt. Angesichts schwindender Bargeldreserven ist die Prattler Biotechfirma auf neues Kapital angewiesen. Zur Jahresmitte verfügte das Unternehmen über flüssige Mittel in der Höhe von 34,8 Millionen Franken. Geht man von einem Bargeldabfluss auf ähnlichen Niveau wie im ersten Halbjahr aus, so würde im ersten Semester des nächsten Jahres das Geld ausgehen. Man werde daher «zu gegebener Zeit» eine neue Finanzierung anstossen, sagte Finanzchef Christoph Rentsch an einer Mediekonferenz. Santhera denke dabei primär an neues Eigenkapital.

Eine Finanzierung müsse gut überlegt sein, ergänzte Firmenchef Thomas Meier. «Erst wenn die Bewertung unserer Aktie wieder stimmt, können wir über eine Finanzierung sprechen», sagte er. Er spielt damit auf den Kurseinbruch von rund 80 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten an. Auslöser war ein herber Rückschlag mit dem Medikament Raxone. Für eine seltene Augenkrankheit verfügt Santhera zwar bereits über eine Zulassung. Im ersten Halbjahr betrug der Umsatz des Präparats 16 Millionen Franken. Das weitaus grössere Einsatzgebiet wäre jedoch eine seltene Muskelkrankheit (Duchenne-Muskeldystrophie). Die europäischen Behörden haben aber die Zulassung hierfür zunächst verweigert, weshalb die Aktie abstürzte. Nächsten Frühling will Santhera einen neuen Zulassungsantrag in Europa stellen. Helfen sollen dabei auch langfristige Studiendaten, kündigte Meier an. (mka)

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