Liestal
Probezeit von neuem Personal dauert weiterhin sechs Monate

Bei der Teilrevision des Liestaler Personalreglements gab am Mittwoch im Einwohnerrat nur ein Punkt zu reden: Soll bei neu angestelltem Personal die Probezeit wie bisher sechs Monate dauern oder soll die Regelung des Kantons übernommen werden?

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Neu angestelltes Personal arbeitet weiterhin sechs Monate auf Probe. (Symbolbild)

Neu angestelltes Personal arbeitet weiterhin sechs Monate auf Probe. (Symbolbild)

Keystone

Bei der Teilrevision des Liestaler Personalreglements gab gestern Abend im Einwohnerrat eigentlich nur ein Punkt zu reden: Soll bei neu angestelltem Personal die Probezeit wie bisher sechs Monate dauern oder soll die Regelung des Kantons mit drei Monaten übernommen werden?

Stadtrat und vorberatende Kommission plädierten für die längere Probezeit. Stadtpräsident Lukas Ott (Grüne) griff zur leicht abgeänderten Lebensweisheit «Darum prüfe, wer sich binde» und argumentierte, dass Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite eine echte Chance haben sollen, um zu sehen, ob das Arbeitsverhältnis stimme. Dazu seien drei Monate zu kurz. Das Gegenstück sei ein grosszügigerer Kündigungsschutz als beim Kanton.

Patrick Mägli stellte namens der allerdings nicht geeinten SP den Antrag, die Probezeit in der Regel auf drei Monate festzulegen, wie es im Privatrecht schon seit 25 Jahren und auch bei den meisten öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnissen gelte. Er fragte: «Wieso muss ausgerechnet Liestal eine Ausnahme machen? Sind die Vorgesetzten hier weniger fähig, neue Angestellte zu beurteilen?» Doch der Einwohnerrat entschied sich mit 25 gegen 9 Stimmen für die längere Probezeit. Die ganze Vorlage, die unter anderem das Pensionierungsalter für das Liestaler Personal ab 2015 von 64 auf 65 Jahre erhöht, passierte danach einstimmig.

Lift auf Südseite des Bahnhofs

Einmal mehr gaben im Parlament auch Verkehrsfragen zu reden. Dabei gelang es Jürg Holinger (Grüne) für einmal, mit seinem kritischen Votum zum Providurium der Parkplätze auf dem Brodtbeck-Areal im Mühlemattquartier alle Fraktionen hinter sich zu scharen. Er bemängelte, dass die Parkplätze, die nur als Ersatz während der Bauzeit der H 2 gedacht waren, jetzt bestehen bleiben, bis das neue Parkhaus der Elektra Baselland gebaut ist.

Weiter musste der Rat zur Kenntnis nehmen, dass die Sanierung der Umfahrungsstrasse Liestal mit einem allfälligen neuen Zentrumsanschluss frühstens ab 2019 in Angriff genommen wird. Nach der abgelehnten Erhöhung der Autobahnvignette ist die Finanzierung des je nach Ausbau auf 100 bis 160 Millionen Franken geschätzten Vorhabens unklar.

Ein Zückerchen hielt Stadtrat Peter Rohrbach (parteilos) dafür für die Bewohner des Oris-Quartiers, allen voran für die gehbehinderten, bereit: Um die Zugänglichkeit des Bahnhofs und des Stedtlis für Fussgänger von Süden her zu verbessern gebe es einen Lift. Im Mai will Rohrbach die Details dazu liefern. (hi)