A18
Probleme schon vor Beginn der Sanierung

Noch bevor die Bauarbeiten zur Lärmsanierung angefangen haben, ist es zu Staus gekommen. Wegen der Installation der Baustelle wurde die Strasse gesperrt. Die Bau- und Umweltschutzdirektion räumt ein, nicht optimal kommuniziert zu haben.

Simon Tschopp
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Heute beginnt auf der Autobahn 18 die Lärmsanierung. Schon vor den Bauarbeiten gab es Staus.Nicole Nars-Zimmer

Heute beginnt auf der Autobahn 18 die Lärmsanierung. Schon vor den Bauarbeiten gab es Staus.Nicole Nars-Zimmer

Nicole Nars-Zimmer

Kommunikationspanne, Stau, Unfall – noch bevor die Arbeiten zur Lärmsanierung auf der A18 begonnen haben, ist es zu Problemen gekommen. Auf der kantonalen Autobahn wird zwischen der Birsbrücke Rütihard bei Muttenz und dem Anschluss Reinach-Süd in Fahrtrichtung Delémont bis Oktober gebaut.

Sperrung und Stau

In den vergangenen drei Nächten wurde die Baustelle eingerichtet. Deshalb war die Schnellstrasse ab Muttenz jeweils zwischen 20 und 6 Uhr gesperrt, was abends teilweise zu Staus führte. «Wir haben zwar mitgeteilt, wann die Bauarbeiten beginnen, aber nicht, wann zuvor die Absperrungen installiert werden», übt Dieter Leutwyler, Sprecher der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD), Selbstkritik. Das müsse man nächstes Mal besser machen.

Kommt dazu, dass die SBB noch bis April in Aesch, Grellingen und Zwingen Fahrleitungs- und Unterhaltsarbeiten durchführen. Deshalb ist die Bahnlinie der S3 auf diesem Abschnitt unterbrochen, und zwar immer montags bis donnerstags von 21.20 Uhr bis Betriebsschluss. In dieser Zeit verkehren zwischen Münchenstein und Laufen Ersatzbusse.

Wegen der gesperrten A18 und der unterbrochenen Bahnlinie mussten die Ortszentren von Reinach und Aesch an den letzten drei Abenden mehr Durchgangsverkehr schlucken als üblich. Wer im Birstal und im Laufental wohnt, hat sowohl auf der Strasse als auch auf der Schiene erheblich länger gebraucht, um nach Hause zu kommen.

Oli Dischoe, Mediensprecher der SBB, betont, dass sie alle betroffenen Stellen angeschrieben hätten. «Wie bei solchen Arbeiten üblich, werden Behörden, Anwohner und auch die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Ämter der Kantone informiert.» BUD-Sprecher Leutwyler bestätigt, dass sie weit im Voraus von den SBB Bescheid erhalten hätten.

Zu aller Unbill ereignete sich am frühen Mittwochmorgen auf dem genannten A18-Abschnitt ein Unfall eines Baustellenfahrzeugs (bz berichtete). Bei Kontrollfahrten rammte der Lenker Fahrbahn-Trennelemente. Deshalb musste die Fahrbahn in Richtung Basel bis 6.50 Uhr komplett gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.

Einen Tag später

Laut David Wildermuth, im Baselbieter Tiefbauamt Stellvertreter des Projektleiters, hat sich die Einrichtung der Baustelle wegen schlechten Wetters um einen Tag verzögert. Die Bauarbeiten hätten bereits gestern aufgenommen werden sollen. Vorerst werden Entwässerungsleitungen und Stützmauern saniert. «Deshalb steht in Fahrtrichtung Delémont nur eine Spur zur Verfügung», erklärt Wildermuth. Als Konsequenz wurde die zweite Fahrspur auf die andere Seite der A18 verlegt, die zwei Spuren in Richtung Basel wurden verengt. Im Fachjargon nennt man das 3:1-Regime.

Im August und September wird an einzelnen Wochenenden und teilweise während der Nacht ein neuer Flüsterbelag in Richtung Delémont eingebaut, in die Gegenrichtung ist die Sanierung bereits erfolgt. Dieser Strassenabschnitt misst etwa 4,5 Kilometer.