Liestal
Regierung trifft Änderungen punkto Abwasserreinigung

Baselland fusioniert und erneuert Kläranlagen in Frenketälern. Dies hat neben der Modernisierung auch zur Folge, dass ein höhrer Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet werden kann.

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ARA

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Aargauer Zeitung

Die Baselbieter Regierung ordnet die Abwasserreinigung in den Frenke-Tälern neu: Sie will die ARA Frenke 2 in Niederdorf aufheben und dafür die ARA Frenke 3 in Bubendorf ausbauen, wie sie am Dienstag mitteilte. Die Gesamtkosten schätzt sie auf 52 Mio. Franken.
Die beiden Abwasserreinigungsanlagen (ARA) sind rund 40 Jahre alt und stark sanierungsbedürftig. Laut Regierung können die gesetzlich geforderten Reinigungsleistungen heute «nicht mehr jederzeit eingehalten werden». Insbesondere so genannte Mikroverunreinigungen seien künftig zu entfernen, wie es der Bund verlange.
Zudem werde das gereinigte Abwasser im kleinen Bach zu wenig verdünnt, was auch das Grundwasser belaste. Überdies fehlten Mischwasser-Rückhaltebecken, die verhindern, dass bei Regenwetter die Siedlungsentwässerung teils direkt und ungeklärt in die Frenke überläuft. Vier solche Becken sind nun im Einzugsgebiet geplant.
Die Zusammenlegung samt Neubau der beiden ARA soll unter dem Strich die Betriebssicherheit verbessern und die Reinigungsleistung erhöhen. Die neue ARA Frenke werde die erste Kläranlage der Region sein, welche Mikroverunreinigungen entfernen kann, hiess es weiter.
Im Zuge des ARA-Umbaus vorgesehen seien ferner auch gewässerbauliche Strukturverbesserungen zwischen Niederdorf und Bubendorf - die Vordere Frenke hat teils erhebliche Defizite als Lebensraum. Die Investitionskosten werden über die Abwassergebühren finanziert.