Reinach BL
Luftfilter im Schulcontainer funktionieren: Lösungsmittelwerte in der Sek Lochacker unter kritisches Mass gefallen

Aktuelle Kontrollmessungen des Kanton Basellands zeigen, dass dank der installierten Filtergeräte die Belastungswerte stetig sinken. Die Spurensuche nach der Ursache des Gestanks geht weiter.

Michael Nittnaus 1 Kommentar
Drucken
In den beiden Reinacher Schulprovisorien Sekundarschule Lochacker (Bild) und direkt daneben Primarschule Surmatten wurden Lösungsmittel in der Luft festgestellt.

In den beiden Reinacher Schulprovisorien Sekundarschule Lochacker (Bild) und direkt daneben Primarschule Surmatten wurden Lösungsmittel in der Luft festgestellt.

Kenneth Nars

Anfang September war der Ärger gross: Der Kanton Baselland bestätigte gegenüber der bz, dass auch im Containerprovisorium der Reinacher Sekundarschule Lochacker erhöhte Werte an leichtflüchtigen Lösungsmittelrückständen gemessen wurden. Zuvor war erst bekannt, dass die Raumluft des direkt daneben liegenden Schulprovisoriums der Primarschule Surmatten belastet ist - und das schon seit dem Frühjahr. Beide Provisorien nutzen baugleiche Container der Firma Avesco Rent.

Heute Donnerstag teilt die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion nun mit, dass die Raumluftqualität in der Sek Lochacker verbessert werden konnte. Bei den ersten Messungen Anfang Juli war noch in zwei von fünf Stoffgruppen der Richtwert II des Deutschen Umwelt-Bundesamts (UBA) teilweise überschritten worden. Bei den Kontrollmessungen vom 8. September wurde dieser Richtwert II nun von allen Stoffgruppen eingehalten. Die Messwerte lägen noch im Grenzbereich des Richtwerts I.

Auch beim Richtwert I sollte man nicht untätig bleiben

Der Kanton hatte noch vor dem Schulstart in allen Räumen mit permanenten Arbeitsplätzen Luftreinigungsgeräte mit Aktivkohlefiltern eingebaut.

Zur Erklärung die Definition gemäss UBA: «Der Richtwert I beschreibt die Konzentration eines Schadstoffes in der Innenraumluft, bei dessen Einhaltung oder Unterschreitung nach gegenwärtigem Forschungsstand auch bei lebenslanger ⁠Exposition keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Ist der RW I überschritten, sollte allerdings aus Gründen der Vorsorge gehandelt werden. Gleichzeitig sollten Massnahmen zur Minimierung der Schadstoffkonzentration ergriffen werden.»

Luftfiltergeräte in Klassenzimmern bleiben in Betrieb

Demgegenüber gilt der RW II als «Gefahrenrichtwert», bei dessen Überschreitung «unverzüglich zu handeln» sei. Denn, so das UBA:

«Beim Überschreiten dieser Konzentration sind Schäden für die menschliche Gesundheit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit anzunehmen.»

Der Kanton erwartet gemäss Mitteilung, dass die Werte weiter sinken werden. Weitere Messungen sollen Sicherheit bringen. Die Filtergeräte in den Klassenzimmern blieben in Betrieb.

Nach wie vor unbekannt ist, weshalb beim Bau der Container überhaupt Lösungsmittel in der Luft verbleiben konnten. Baselland beteuert, zusammen mit dem Lieferanten Avesco Rent weiter an der Ursache zu forschen und Massnahmen zu ergreifen, sobald neue Erkenntnisse vorlägen.

1 Kommentar
c. Meyer

Manno Frau wird darum ein Riesenspektakel gemacht. Was glaubt ihr was wir in unserer Jugend abgekriegt haben?  Und heute, ein Riesenlärm und womöglich sind die die am meisten Lärm wegen ihren Kindern hier machen die, die zu Hause rauchen.