Buus
Rössli-Gastwirte: «Unsere Stammkunden kennen die Karte in- und auswendig»

Die bz ist zu Gast bei Roger und Susana Zumbrunn-Velazquez im Restaurant Rössli in Buus. Die Gastwirte bieten mexikanische Spezialitäten an, eine Rarität im Oberbaselbiet. Vor allem den Kontakt zu den Gästen schätzen sie.

Simon Tschopp
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Roger und Susana Zumbrunn-Velazquez sind seit 1998 Besitzer des Restaurants Rössli in Buus.

Roger und Susana Zumbrunn-Velazquez sind seit 1998 Besitzer des Restaurants Rössli in Buus.

Simon Tschopp

Was ist speziell an Ihrer Gaststätte?

Roger Zumbrunn: Wir sind eine echte Dorfbeiz, in die jeder kommen kann – vom Arbeiter bis zum Regierungsrat. Alle sind herzlich willkommen.

Weshalb lohnt sich ein Besuch in Ihrem Restaurant?

Wir bieten mexikanische Spezialitäten an, was man in der Region nicht so oft findet. Wir machen authentische mexikanische Küche. Darauf achtet meine Frau, die aus Mexico City stammt und die ich während eines beruflichen Engagements in Kalifornien kennen gelernt habe.

Bieten Sie auch andere Besonderheiten an?

Viele Leute lieben unsere grossen Cordon bleus.

In welcher Preisklasse bewegen sich Ihre Menüs?

Ein mexikanisches Nachtessen mit Getränken kostet zwischen 20 und 50 Franken, je nach Wein. Schweizer Menüs kosten 20 bis 40 Franken, die Tagesmenüs sind 17 Franken.

Erfüllen Sie auch Spezialwünsche?

Wir haben Stammkunden, die seit 20 Jahren zu uns kommen. Sie kennen unsere Karte in- und auswendig und sagen zu mir: «Mach mir einfach irgendwas!»

Über die Wirte

Roger und Susana Zumbrunn-Velazquez sind seit 1998 Besitzer des Restaurants Rössli in Buus. Roger Zumbrunn führt die Gaststätte in vierter Generation.

Neben dem Wirtepaar arbeitet Zumbrunns Mutter im Betrieb. Dazu werden fünf Serviceaushilfen je nach Bedarf eingesetzt - auch im Partyservice. Das Restaurant ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet.

www.roessli-buus.ch

Haben Sie vegetarische Menüs?

Ja, danach wird immer mehr gefragt. Wir legen auch Wert auf Menüs für Gäste mit Allergieproblemen oder Intoleranzen.

Wie stehts mit Menüs für die Kleinen?

Wir haben eine Kinderkarte mit Pommes frites, Nuggets und was Kinder so alles mögen.

Auch mexikanische Küche für sie?

Nein. Aber ich bin immer wieder überrascht, dass Kinder, die zu uns kommen, auch Meeresfrüchte oder Ähnliches essen. Aber es ist nicht die Regel.

Haben Sie viele Stammgäste?

Ja. Die meisten Stammgäste kommen aus der Region, wir haben aber auch Leute aus Basel.

Wer kommt sonst noch zu Ihnen?

Alle Dorfvereine sowie Wanderer; Buus ist ein Wandergebiet, und man kennt das Dorf vom Wein. Zudem empfehlen wir uns für Familienfeste.

Weshalb sind Sie Gastwirt geworden?

Ich bin in einer Wirtefamilie aufgewachsen. Ein Restaurant zu übernehmen ist ein Traum eines jeden Kochs. Das Schöne war, dass ich nicht gezwungen wurde, sondern es mein eigener Entscheid war, den ich nicht bereue.

Was gefällt Ihnen an Ihrem jetzigen Beruf?

Der Kontakt zu den Leuten. Ich finde es sehr schön, wenn ich mit Kochen meinen Gästen eine Freude bereiten kann und diese meine Arbeit schätzen.

Gibts auch Schattenseiten?

Ich kenne fast keine. Ein Nachteil meines Berufs ist, dass ich am Wochenende nicht mit Kollegen zusammen sein kann. Aber ich kann mich organisieren. Zu Beginn unserer Tätigkeit hier in Buus war es für meine Frau, die nicht aus dem Gastgewerbe kommt, schwierig, weil sie die Privatsphäre vermisste. Auch an freien Tagen ist man immer in den Räumlichkeiten des Restaurants. Nach 20 Jahren hat sie sich aber daran gewöhnt.

Lässt es sich gut leben als Gastwirt?

Es wird zwar immer schwieriger, aber man muss zufrieden sein. Wer innovativ ist kann überleben.