Die grössten Schweizer Talente
Rudin: «Es gibt sicher bessere Sandmaler und Komponisten als mich»

Er ist wohl der aussergewöhnlichste Finalist bei «Die grössten Schweizer Talente»: Urs Rudin aus Rümlingen ist Komponist und Sandmaler zugleich - eine einzigartige Kombination. Samstagabend ist der Baselbieter in der finalen Sendung auf SF1 zu sehen.

Fabio Halbeisen
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Sandmaler Urs Rudin steht im Finale von «Die grössten Schweizer Talente».

Sandmaler Urs Rudin steht im Finale von «Die grössten Schweizer Talente».

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Urs Rudin sitzt am Flügel und spielt ein Stück. Mit einem kräftigen Ton beendet er sein Spiel und steht auf. Die Scheinwerfer folgen seinem Weg zur Mitte der Bühne. Er steht vor eine beleuchtete Glasplatte, nimmt den bereitstehenden Sand in die Hand und beginnt, zu einer ruhigen und sanften Musik Bilder zu malen.

Nach und nach entsteht eine Geschichte, passend zur Musik im Hintergrund.

Die Kombination machts aus

«Einerseits bin ich Sandmaler, andererseits bin ich Komponist. Es gibt sicher bessere Sandmaler und ganz sicher bessere Komponisten, als ich es bin. Jedoch kenne ich keinen, der beides kombiniert», erzählt der Rümlinger, der es ins Finale des SF-Quotenrenners «Die grössten Schweizer Talente» geschafft hat.

Begonnen hat dieses «Abenteuer», wie Rudin es nennt, im November vergangenen Jahres. Seine Schwester schickt ihm einen Link mit dem Anmeldebogen. Mit dem Gedanken «warum eigentlich nicht» meldet sich Rudin an. Beim ersten Casting merkt er, dass das Sandmalen in der Schweiz nicht wirklich bekannt ist und dass er Zuschauer damit begeistern kann.

Er schafft es in die nächste Runde. «Dort hatte man keine grosse Zeit, sich vorzubereiten und wurde nach einem kurzen Interview mit Sven Epiney auf die Bühne geschickt. Nach dem man seine Nummer beendet hatte nahm man noch das Jury-Voting entgegen und konnte wieder nach Hause gehen», fasst Urs Rudin die zweiten Castings zusammen. Rund einen Monat später erfährt er, dass er es in die Halbfinals geschafft hat; «Die Freude war natürlich riesig.»

Professionelle Liveshows

In den Liveshows der Halbfinals wird das Ganze jedoch einiges professioneller, erzählt Rudin. Vor der Sendung bekommt der 49-Jährige Besuch von einem Filmteam, welches ein Porträt über ihn dreht. Vier Tage vor der Liveshow reist Urs Rudin nach Kreuzlingen. «Da wurde nebst dem eigenen Auftritt auch über das Licht, die Kameras und sonstige Details gesprochen. Das Ganze wurde richtig inszeniert.»

Auch zu den Organisatoren hätte er nun mehr Kontakt gehabt. «Das war in meinem Fall jedoch ein wenig speziell.» Die Sänger und Tänzer hätten einen Choreografen beziehungsweise einen Vocal-Coach erhalten. «Für mich jedoch gibt es das nicht. Mein Coaching bestand dann einfach darin, dass ich mit der Produzentin der Sendung zusammenarbeiten durfte. Das war zwar sehr spannend, half mir für meinen Auftritt jedoch nicht sehr viel.»

Morgen Samstag folgt nun Rudins letzte Kür. Er geht nicht mit den absoluten Siegerambitionen ins Finale. «Wenn ich es schaffe, der beste ‹Nicht-Sänger› zu sein, bin ich zufrieden.» Es habe sich bereits jetzt gelohnt, auf die Schwester zu hören, meint er mit einem Lächeln.

Das Finale wird morgen Samstag um 20.10 Uhr auf SF1 live übertragen