Münchenstein
Rüegg fordert dritte Sporthalle für Münchenstein

Das Gymnasium Münchenstein braucht dringend eine weitere Sporthalle, ist der Gelterkinder SP-Landrat Martin Rüegg nach wie vor überzeugt.

Alessandra Paone
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Martin Rüegg lässt nicht locker. Der Gelterkinder SP-Landrat setzt sich weiterhin für eine dritte Sporthalle am Gymnasium Münchenstein ein. Dies, obwohl das Kantonsparlament Ende April sich grossmehrheitlich gegen einen Erweiterungsbau am Gymnasium Münchenstein ausgesprochen und das Geschäft an die Bau- und Planungskommission (BPK) zurückgewiesen hat.

Rüegg verweist auf den Anhang zur zuständigen Verordnung 648.11 über das Raumprogramm von Sekundarschulanlagen vom 16. Juni 2009. Dort steht, dass für 18 bis 25 Klassen zwei, für 26 bis 38 Klassen drei Sporthallen vorzusehen sind. In Münchenstein gibt es derzeit 45 Klassen. «Richtlinien sind da, um sich daran zu halten», sagt Rüegg. Der Gymnasiallehrer ärgert sich zudem darüber, dass dem Fach Sport zu wenig Beachtung geschenkt wird. Aber der Sportunterricht sei nun mal auch Teil des Stundenplans.

Rüegg denkt über Vorstoss nach

«Es ist immer dieselbe Geschichte. Gym Liestal lässt grüssen», betont
Rüegg. Der SP-Politiker bezieht sich auf die langjährige Raumnot am Gymnasium Liestal. Ständig mussten die Sportlehrer für ihren Unterricht auf andere Infrastrukturen in Liestal und Lausen ausweichen. Im Oktober 2009 hat der Landrat schliesslich einen Kredit von fast 10 Millionen Franken für den Bau der zusätzlichen Sporthallen gesprochen. Im Herbst 2011 soll nun mit dem Bau begonnen werden.

Rüegg stört sich daran, dass an den Gymnasien seit den 70er-Jahren auf dem Buckel des Sportunterrichts gespart werde. «Offenbar geht das munter so weiter, denn auch an den Gymnasien Muttenz und Oberwil fehlen Hallen.» Oskar Kämpfer,
Rüeggs Landratskollege und Mitglied des Münchensteiner Gymnasiums-Schulrats, ist anderer Meinung: Es gebe genügend Sporträume am Münchensteiner Gymnasium. Dies habe die Bedarfsplanung klar gezeigt, sagt der Therwiler SVP-Parlamentarier.

Der Erweiterungsbau wurde bereits erneut in der BPK beraten. Martin Rüegg, der selber in der BPK sitzt, wollte gestern allerdings nichts zum Kommissionsentscheid sagen. Er will aber auf jeden Fall am Thema dranbleiben und falls nötig mit einem Vorstoss aktiv werden.