Muttenz
Salzgewinnung auf der «Rütihard»: Pro Natura Baselland will sich gegen Pläne wehren

Der Widerstand gegen die Salzbohrungen auf der «Rütihard» wächst. Pro Natura Baselland hat beschlossen, sich gegen die Pläne der Schweizer Salinen AG zu wehren.

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Im Naherholungsgebiet Rütihard soll nach Salz gebohrt werden.
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Im Jahr 2011 war dieser Bohrturm oberhalb von Muttenz im Gebiet Sulz und Zinggibrunn im Einsatz.
«Wir wollen aktiv sein, bevor die Bohrlöcher da sind.» Ruedi Brunner, Landwirt
Blick auf die Rütihard.
Bauer Ruedi Brunner installierte am Dienstag Signalschilder, die auf mögliche Bohrlöcher aufmerksam machen sollen.
Version 2: Salz-Bohrung in Muttenz Rütihard Salinen AG
Pumpen in der Station Sulz.

Im Naherholungsgebiet Rütihard soll nach Salz gebohrt werden.

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Die Opposition gegen Sondierbohrungen zur Salzgewinnung auf der «Rütihard» bei Muttenz wird grösser. Die Naturschutzorganisation Pro Natura Baselland gibt auf ihrer Internet-Seite bekannt, dass ihr Vorstand beschlossen habe, sich gegen die Pläne der Schweizer Salinen AG zu wehren und die Petition betreffend Anpassung des Konzessionsgebiets zu unterstützen. Lanciert hat die Bittschrift zuhanden des Landrats die FDP Muttenz.

«Massiven negativen Einfluss»

Die «Rütihard» sei im Richtplan als Vorrangfläche Landschaft ausgeschieden und grenze unmittelbar an ein kantonales Naturschutzgebiet. Zudem sei sie die letzte grössere Bewirtschaftungsfläche für die Bauern in Muttenz, schreibt Pro Natura auf ihrer Homepage. «Sie soll als wertvolles Naherholungsgebiet geschützt und nicht zur Salzgewinnung durchlöchert werden, welche zu einem grossen Teil als Streusalz auf den Strassen der ganzen Schweiz ausgebracht wird.»

Weiter meint Pro Natura Baselland, dass bereits die Sondierbohrungen einen massiven negativen Einfluss auf das Naherholungsgebiet und eine grosse Lärmbelastung mit sich bringen würden. Dann sei es für Monate, wenn nicht sogar Jahre vorbei mit der Ruhe auf der «Rütihard».
Die bz hat in den vergangenen Tagen mehrmals über die Absicht der Schweizer Salinen AG auf der «Rütihard» berichtet. (stz)