Baselbiet
Schlaflose Nacht für die Baselbieter Feuerwehren

Nach den heftigen Regenfällen von Sonntag auf Montag trat der Birsig an mehreren Stellen über die Ufer – verletzt wurde niemand.

oliver sterchi
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Hochwasser
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Überschwemmung im Baselbiet: Birsig tritt über die Ufer
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Biel-Benken: Abpumpen bis am späten Nachmittag.
Die Feuerwehr rollte mit ihrer Ausrüstung an.
Bei diesem Einsatz ist Zusammenarbeit gefragt. Fotos: Georges Küng

Hochwasser

Gerorges Küng

Wieder einmal stand das Baselbiet unter Wasser: Kaum eine Woche nach den letzten Überschwemmungen kam es gestern in verschiedenen Baselbieter Gemeinden erneut zu Hochwasser. Die heftigen Niederschläge in der Nacht von Sonntag auf Montag liessen die Gewässer sehr schnell sehr stark ansteigen und führten zu Überflutungen im unteren Kantonsteil. Betroffen war vor allem die Gemeinde Biel-Benken, wo der Birsig über die Dämme schwappte. «Einzelne Strassen standen komplett unter Wasser», erklärt Patrick Walser, Kommandant der Feuerwehr Biel-Benken.

Sportplatz überflutet

Kurz nach ein Uhr in der Nacht erhielten Walser und seine Leute Meldung vom kritischen Wasserpegel des Birsig. Sie seien dann sofort ausgerückt, um den Fluss mittels Sandsäcken möglichst am weiteren Übertreten zu hindern, so der Feuerwehrkommandant. Des Weiteren habe man unverzüglich die Bevölkerung alarmiert. Trotz aller Sofortmassnahmen konnte eine Überflutung nicht verhindert werden. So stand zum Beispiel der Sportplatz Fraumatt unter Wasser und der Bachmattweg musste wegen der Wassermassen zwischenzeitlich für den Verkehr gesperrt werden.

Die Höhe der entstandenen Sachschäden kann derweil noch nicht beziffert werden, wie der Sprecher der Kantonspolizei Baselland, Meinrad Stöcklin, mitteilt.

Im benachbarten Therwil stieg das Wasser ebenfalls an. Dabei wurde die Baustelle Untere Mühle überflutet. Es seien jedoch keine Keller unter Wasser gestanden, meint der Kommandant der Therwiler Feuerwehr, Michel Frossard.

Niemand wurde verletzt

Auch in den Gemeinden Duggingen, Ettingen, Oberwil und Reinach standen die Feuerwehren von Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Abgesehen von ein paar nassen Kellern gab es aber auch dort keine grösseren Sachschäden. Zudem wurde laut Polizeisprecher Stöcklin niemand verletzt.

Prävention zahlte sich aus

Die Lage hat sich in der Zwischenzeit wieder normalisiert. In Biel-Benken und Therwil sei die Feuerwehr noch bis gestern Nachmittag im Einsatz gestanden und habe Wasser abgepumpt, sagt Werner Stampfli, Feuerwehrinspektor des Kantons Baselland. Zum Ausmass der Überschwemmungen meint Stampfli nur: «Im Vergleich zu anderen Gebieten in der Schweiz oder gar Deutschland sind wir glimpflich davon gekommen.» Er betont zudem den präventiven Einsatz der Hauseigentümer, die prophylaktisch Sandsäcke oder andere Verbauungen platziert und somit noch weiteren Schaden verhindert hätten.

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