Initiative
Schüler sollen nicht mehr zwangsversetzt werden dürfen

Ein Komitee wehrt sich im Baselbiet mit einer Initiative gegen Zwangsversetzungen von Schülerinnen und Schülern innerhalb der Sekundarschulkreise. Das am Donnerstag vorgestellte Begehren wird dieser Tage lanciert.

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Die Sekundarschule Frenkendorf

Die Sekundarschule Frenkendorf

Die nicht-formulierte Initiative will künftig als Grundsatz verankern, dass Schülerinnen und Schüler «in der Regel die nächstgelegene Schule» besuchen. Ausnahmen sollen nur zulässig sein, wenn die Eltern zustimmen oder aus disziplinarischen Gründen - zum Beispiel bei Mobbing - eine Versetzung unumgänglich ist.

Das Komitee wehrt sich gegen Folgen einer Bildungsgesetzänderung vom Januar 2010. Damals hat der Landrat die Sekundarschulstandorte neu festgelegt und sieben Schulkreise bestimmt. Bei der Umsetzung würden nun aber 11-Jährige auf unzumutbare Weise zwangsversetzt, erklärten Landratsmitglieder von Grünen, CVP und FDP sowie Eltern.

Grüne wehren sich

Versetzungen geschähen ohne Vorankündigung, die Wege seien zu lang, Eltern müssten nun auch noch für U-Abo und Mittagstisch aufkommen, und gegenüber anderen Kindern bestehe eine Ungleichbehandlung. Gerügt wurde namentlich das Amt für Volksschulen.

Gegen die Festlegung von nur sieben Wahlkreisen im Kanton hatten sich im Landrat die Grünen gewehrt, da sie die Kreise als zu gross erachteten und deswegen zuviele Verschiebungen befürchteten. Sie waren im Parlament aber allein geblieben.