Schutzmassnahme
Baselbieter Schulkinder sollen eine Maske im Unterricht tragen – ab der 5. Primar gilt ab nächster Woche die Pflicht

Schülerinnen und Schüler ab der 5. Primarklasse müssen im Baselbiet ab kommendem Montag eine Schutzmaske im Unterricht tragen. Für die jüngeren Primarkinder wird das Tragen einer Maske empfohlen. Die «Starke Schule beider Basel» begrüsst den Schritt, findet aber, dass er zu spät kommt.

Tomasz Sikora und Michael Nittnaus Jetzt kommentieren
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Den Schülerinnen und Schülern der 1. bis 4. Primarklassen wird das Tragen einer Maske empfohlen, für ältere ist es Pflicht.

Den Schülerinnen und Schülern der 1. bis 4. Primarklassen wird das Tragen einer Maske empfohlen, für ältere ist es Pflicht.

Symbolbild: Ennio Leanza / KEYSTONE

Unter Kindern und Jugendlichen verbreitet sich das Coronavirus aktuell deutlich stärker als in der restlichen Bevölkerung. Der Baselbieter Regierungsrat will zwar «aus pädagogischen, wie auch sozialen und psychologischen Gründen» am Präsenzunterricht auf allen Schulstufen festhalten. Dafür seien jedoch aufgrund der epidemiologischen Lage zusätzliche Massnahmen in den Schulen notwendig, heisst es in einer Mitteilung.

Ab kommendem Montag, 29. November, gilt darum neu eine flächendeckende Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Primarklasse sowie für die Lehrpersonen aller Stufen. Im Gegensatz zu Basel-Stadt gibt es keine Ausnahmen für Geimpfte oder Genesene. Dafür gilt in Baselland für Kinder ab der 1. Primarklasse neu eine Maskenempfehlung. Dabei sei es nicht darum gegangen, bloss ein Zeichen zu setzen, betont Rolf Wirz, Sprecher der Gesundheitsdirektion:

«Ausschlaggebend ist die veränderte epidemiologische Lage, die zusätzliche Massnahmen notwendig macht. Dass wir eventuell der erste Kanton sind, der das empfiehlt, ist absolut sekundär.»

Starke Schule hält Masken auch für Erstklässler vertretbar

Eine Organisation, die sich für die Interessen der Lehrer-, aber auch der Schülerschaft und der Eltern einsetzt, ist die Starke Schule beider Basel. Auf Anfrage begrüsst sie die Verschärfung. Vorstandsmitglied Jürg Wiedemann hält aber fest: «Dieser Entscheid hätte bereits vor zwei Wochen gefällt werden sollen. Die Baselbieter Regierung hat unnötig Zeit verstreichen lassen und ist mitverantwortlich für die hohen Ansteckungszahlen an unseren Schulen.»

Dem Schutz der Lernenden und Lehrpersonen sei höhere Priorität einzuräumen als der Bequemlichkeit, die ein Nichttragen der Masken bedeute. Ein Grossteil der Sekundarschüler hätte sich längst an die Masken gewöhnt. Auch die Trageempfehlung ab der ersten Klasse befürwortet Wiedemann:

«Viele auch junge Schulkinder haben keine Mühe mit dem Tragen der Maske.»
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