Katastrophenübung
Seismo 2012: Riesenübung hält Kantone auf Trab

Seit Dienstag, 16 Uhr, sind rund 1600 Personen in die grosse Katastrophenübung Seismo 2012 eingebunden. Simuliert wird während drei Tagen ein grosses Erdbeben der Stärke 6,6 in der Region Basel.

Bojan Stula
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Laut Übungsanlage wurden beim Erdbeben 6000 Menschen getötet, 30'000 verschüttet und 63'000 Menschen verletzt. 1,6 Millionen Menschen sind obdachlos.

Der Informationsverantwortliche Balz Stückelberger ist ein gefragter Mann
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Der Verantwortliche Thomas Herren führt die Medien durch die Regiezentrale an der Liestaler Oristalstrasse
Übungsleiter Hans Guggisberg vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz weist auf die Wichtigkeit und Realitätsnähe der Erdbebenübung hin
Jeder der vier teilnehmenden Kantone Baselland, Basel-Stadt, Aargau und Solothurn hat im Zeughaus Liestal eine eigene Regiebox
Der Leiter des Baselbieter Krisenstabes Marcus Müller wird von den Medien in die Zange genommen
Der Baselbieter Regieleiter Paul Schaub prüft die aktuelle Lage
Die Regiezentrale bombardiert die teilnehmenden Krisenstäbe mit fiktiven Medienmeldungen

Der Informationsverantwortliche Balz Stückelberger ist ein gefragter Mann

Simon Eglin

Die kantonalen Führungsstäbe der Kantone Baselland, Basel-Stadt, Aargau und Solothurn haben sich gestern Nachmittag in ihre Bunker zurückgezogen und versuchen nun von dort aus, das Leben in den Regionen nach diesem fiktiven Ereignis wieder in Gang zu bringen.

Grösste Übung überhaupt

Laut Übungsleiter Hans Guggisberg vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz ist dies nicht nur die grösste Übung dieser Art überhaupt, sondern auch die erste, die eine schwere Katastrophe dieses Ausmasses über die Kantonsgrenzen hinaus und sogar mit internationaler Beteiligung aus Deutschland und Frankreich darzustellen versucht.

Ebenfalls mit von der Partie sind Stäbe der Armee und des Bundes, aber auch Angehörige des Schweizerischen Erbebendienstes, die die Übungsanlage auf ihre Realität hin überprüfen. Nicht im Einsatz sind dagegen Rettungsgruppen vor Ort, es handelt sich um eine reine Stabsübung, deren Regiezentrale sich im Baselbieter Hauptort Liestal befindet.