Münchenstein
Sicherheitsdirektion macht wegen dem Harassenlauf den «Park im Grünen» dicht

Am 1. Mai wird der «Park im Grünen» in Münchenstein für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Baselbieter Sicherheitsdirektion (SID) begründet dies damit, dass für den «Harassenlauf» auch heuer keine Bewilligung vorliegt.

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Teilnehmer des Harassenlaufs (Archiv)

Teilnehmer des Harassenlaufs (Archiv)

bz Basellandschaftliche Zeitung

Die Gemeinden Reinach und Münchenstein, über deren Boden der von Jugendlichen initiierte Bier-Anlass entang der Birs führt, haben für betroffene Gebiete ein Alkohol-Konsumationsverbot sowie ein temporäres Fahrverbot erlassen. Wer den Park im Grünen trotz Verbot betritt, mache sich des Hausfriedensbruchs strafbar, warnt die SID.

Kanton, Gemeinden und die private Park-Eigentümerin rufen dazu auf, nicht an einem allfälligen «Harassenlauf» teilzunehmen. Eltern sollten mögliche rechtliche Konsequenzen des Handelns ihrer Sprösslinge bedenken und Fans des Parks sollten diesen am Sonntag besser meiden. Medien werden gebeten, zurückhaltend zu berichten.

Busse bis 500 Franken für Teilnehmer

Illegal wäre ein «Harassenlauf» auch in diesem Jahr, weil erneut fristgemäss niemand eine Bewilligung beantragt hat und so die Verantwortung übernimmt. Eine solche ist erforderlich für einen Anlass dieser Art und Grösse. Teilnehmende müssen laut SID mit einer Verzeigung und einer Busse von mindestens 500 Fr. rechnen.

Die Behörden wollen den vor 18 Jahren als Bier-Happening unter Freunden entstandenen 1. Mai-Event unterbinden - wegen Abfällen, Massenbesäufnissen und weil es 2009 zu Rabatz mit Schwerverletzten kam. Der Harassenlauf war ohne offizielle Veranstalter zum Grossanlass mit bis zu 3000 Teilnehmenden geworden.

Im vergangenen Jahr standen zur Verhinderung des «Harassenlaufs» 400 Polizeiangehörige und ein Superpuma-Helikopter der Armee im Einsatz. Dieses Grossaufgebot löste im Landrat eine Debatte über die Verhältnismässigkeit aus.