Erneuerbare Energie
Solareinstieg leicht gemacht mit «Sun 2050»

Aus der Zusammenarbeit zweier Konkurrenten und der Basellandschaftlichen Kantonalbank entstand die Onlineplattform «Sun 2050». Damit soll man künftig das Solarpotenzial des eigenen Zuhauses ermitteln können.

Meret Rieger
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Mit der Onlineplattform «Sun 2050» soll man künftig das Solarpotenzial des Eigenheims ausfindig machen können. (Symbolbild)

Mit der Onlineplattform «Sun 2050» soll man künftig das Solarpotenzial des Eigenheims ausfindig machen können. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Primeo Energie AG (ehemals Elektra Birseck Münchenstein), die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) und die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) machen bei der Förderung von Sonnenstrom gemeinsame Sache. Obwohl die Energieversorger EBL und Primeo Energie eigentlich Konkurrenten sind, haben sie nun gemeinsam in Zusammenarbeit mit der BLKB die Onlineplattform «Sun 2050» geschaffen.

Diese bietet neuerdings Hauseigentümern die Möglichkeit, das Solarpotenzial ihres Eigenheims zu ermitteln. Laut Medienmitteilung der drei Unternehmen können Interessierte das Fotovoltaikpotenzial selbstständig berechnen sowie eine detaillierte Dachabklärung und Finanzierungslösungen einholen.
«Der grösste Unterschied der neuen Plattform zu herkömmlichen Portalen besteht darin, dass verschiedene Offerten eingeholt und unterbreitet werden können», erklärt Madeleine von Arx, Marketing-Verantwortliche bei der Elektra Baselland.

Kantonalbank führt Energie-Hypothek ein

Conrad Ammann, CEO von Primeo Energie, will «die Energiezukunft mitgestalten» und erklärt, dass «klimafreundliche Energie- und Mobilitätslösungen global gesehen zu den wichtigsten Treibern einer erfolgreichen Energiewende» gehören.

Auch der CEO der EBL, Tobias Andrist, ist sich sicher, dass die Energiewende «nur in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung gelingt», deshalb möchte die EBL mit zukunftsorientierten, innovationsstarken Lösungen einen «echten Mehrwert generieren». Ein Einfluss auf den Strompreis wird nicht erwartet.
Die BLKB unterstützt die Initiative durch die Einführung einer neuen Finanzierungsoption, der Energie-Hypothek. Laut der Bank besteht der Vorteil darin, dass bereits ab 10000 Franken eine Festzinshypothek aufgenommen werden könne, was im Normalfall erst ab 100000 Franken möglich sei. Voraussetzung dafür sei, dass die Hypothek für die Installation einer Fotovoltaikanlage oder einer Ladestation für das Elektrofahrzeug genutzt werde, wie die Leiterin der Media Relations der BLKB, Monika Dunant, auf Anfrage erklärt.

Die Beratung für den Bau einer Fotovoltaikanlage ist kostenpflichtig und erfolgt über ein Ingenieurbüro. Ein Teil der Beratungskosten wird bei erfolgreicher Installation jedoch zurückerstattet.