Kulturleitbild
Soll das Baselbieter Kulturleitbild die Vernetzung zu Basel-Stadt ignorieren?

Im neuen Baselbieter Kulturleitbild sind viele Vernetzungen zum Nachbarkanton festzustellen. Soll sich das Baselbieter Kulturleitbild ausschliesslich mit der eigenen Kultur beschäftigen und die Vernetzung zu Basel-Stadt ignorieren?

Michael Nittnaus
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Gestern Mittwoch präsentierte Regierungsrat Urs Wüthrich das neue Baselbieter Kulturleitbild. Über dreieinhalb Jahre brauchte die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, um das 54 Seiten starke Werk zu verfassen (Download unten). Es soll als Grundlage für das neue Baselbieter Kulturgesetz dienen und eine kulturpolitische Tour d'Horizon darstellen, Leitlinien, Prinzipien, Kriterien und Konditionen formulieren, aber auch konkrete Projekte bis ins Jahr 2017 auflisten.

«Mit dem Leitbild bekennt sich Baselland zu seiner kulturellen Vielfalt und zur Partnerschaft mit Basel-Stadt und mit den Gemeinden», sagt Wüthrich.

Überhaupt finden sich viele Bezüge zum Nachbarkanton. Die Verantwortlichen wehren sich zwar dagegen, dass die Baselbieter Kultur auf ihre Beziehung zu Basel-Stadt reduziert wird und betonen deren grosse Vielfalt.

Gleichzeitig bezieht sich eine der im Leitbild zu findenden Hauptdefinitionen des Baselbieter Kulturschaffens direkt auf die Stadt: «Baselland ist so etwas wie ein Campus, wo viele Kulturschaffende der Region ausgebildet werden. Ohne ihn wäre der ‹Walk of Fame› in Basel-Stadt nicht möglich», hält der Kulturbeauftragte Niggi Ullrich fest.

Der Landkanton wolle sich auf die Stärkung von kulturellen Kompetenzzentren konzentrieren, nicht auf einzelne «Leuchttürme». Diese seien dafür in Basel-Stadt zu finden und gehörten zum kulturellen Raum der ganzen Region.

Ist es richtig, dass das Baselbieter Kulturleitbild derart stark auf Basel-Stadt Bezug nimmt? Teilen Sie uns ihre Meinung in den Kommentaren mit oder beteiligen Sie sich an der Umfrage.

bl.ch

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