Schülertraum
Sooo geil! 7 Wochen Sommerferien für Muttenzer Primarschüler

Die Muttenzer Primarschüler haben allen Grund zur Freude: In diesem Schuljahr kommen sie dank eines Bauprojekts in den Genuss einer zusätzlichen Sommerferien-Woche. Es sei denn, ihre Eltern meldeten sie für das Betreuungsprogramm der Schule an.

Nils Hänggi
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Weniger Freude als diese Schulkinder hier dürften diejenigen haben, die von den Eltern zum Betreuungsprogramm verdonnert wurden. (Symbolbild)

Weniger Freude als diese Schulkinder hier dürften diejenigen haben, die von den Eltern zum Betreuungsprogramm verdonnert wurden. (Symbolbild)

Keystone

Eine Woche länger Sommerferien haben ist der Traum eines jeden Schülers. Dieser Traum erfüllt sich in diesem Schuljahr zumindest für einen Teil der Primarschüler in Muttenz. In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien, in der die meisten Klassen der Region noch aufräumen und versuchen, die Schulstunden in den stickigen Schulzimmern zu überstehen, darf ein Teil der Primarschüler bereits seine Ferien planen.

Zumindest diejenigen, die durch die Eltern nicht für das Betreuungsprogramm der Schule angemeldet wurden. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das die Schulleitung an die betroffenen Eltern in Muttenz schickte.

Die Erfüllung dieses Schülertraums kommt wegen des Neubaus des Primarschulhauses Gründen zustande. Die Gemeindeversammlung genehmigte den Umbau am 19. März. Der Osttrakt des bisherigen Gründenschulhauses bleibt jedoch bestehen. Dieser Entscheid und die Umsetzung der Harmos-Vorlage mit neu sechs Primarschuljahren verändert in den kommenden Jahren vieles.

234 Personen direkt betroffen

Auf Ende dieses Schuljahrs startet der Neubau: In den nächsten zwei Jahren wird am Standort Gründen nicht unterrichtet. Betroffen von diesen räumlichen Veränderungen sind zwölf Klassen: Zehn Klassen im Gründen-, zwei im Breiteschulhaus. Somit betrifft es 204 Kinder und 30 Lehrpersonen.

Für acht Klassen bedeutet dies, dass sie ihr bisheriges Schulhaus verlassen müssen, vier weitere Klassen müssen sich internen räumlichen Veränderungen anpassen. Ursprünglich plante die Gemeinde, für die Bauphase im angrenzenden Sekundarschulhaus den Platz für die Primarstufe zu mieten. In der Zwischenzeit hatte jedoch der Kanton, der Eigentümer der Liegenschaft, bis auf eine kleine Restfläche, Eigenbedarf an genau diesem Schulraum angemeldet. Es musste ein Ersatzplan her, den die Gemeinde schliesslich in der jetzigen Umstellung fand.

Durch den immensen Aufwand, der durch die Rochade entsteht, entschied die Schulleitung der Primarstufe in Muttenz, dass in der letzten Schulwoche in den betroffenen Klassen kein Schulunterricht mehr stattfindet. Stattdessen bietet die Schule jeden Vormittag ein freiwilliges Betreuungsprogramm an. Die Eltern können wählen, ob sie ihre Kinder zum Spielen in die Schule schicken oder ob sie ihnen eine zusätzliche Ferienwoche gönnen.