Abstimmungen Kanton Baselland
Spitalauslagerungs-Ja, Betreuungsgesetz-Nein: Resultate der Gemeinden

Im Kanton wurde abgestimmt. Mit 64.31 Prozent wurde die Revision des Spitalgesetzes klar angenommen. Bei der familienergänzenden Kinderbetreuung im Frühbereich war es knapper - diese wurde 51.34 Prozent der Stimmen abgelehnt.

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Abstimmungs- und Wahlsonntag im Baselbiet. (Symbolbild, Archiv)

Abstimmungs- und Wahlsonntag im Baselbiet. (Symbolbild, Archiv)

Keystone

Spitalgesetzrevision

Mit der Spitalgesetzrevision sollen die Kantonsspitäler Liestal, Bruderholz und Laufen zusammengefasst und - wie auch die Kantonalen Psychiatrischen Dienste - aus der Verwaltung ausgegliedert werden. Die zwei Einheiten würden dann als «Kantonsspital Baselland» und «Psychiatrie Baselland» zu öffentlich-rechtlichen Anstalten.

Familienergänzende Kinderbetreuung im Frühbereich

Die Kinder-Tagesbetreuung ist im Baselbiet seit Jahren umstritten. Das Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung im Frühbereich will nun eine kantonsweite Regelung im Vorschulalter: Eltern sollen - je nach Einkommen, aber unabhängig von der Wohngemeinde - Beiträge in Form von Betreuungsgutscheinen erhalten. Der Kanton würde 30 Prozent der Kosten der Gemeinden übernehmen. (sda)

Beim Ausbau der Kinderbetreuung wurde es noch knapp. Schlussendlich wurde das neue Gesetz mit 51.34 Prozent aller Stimmenden abgelehnt.

Bezirk Arlesheim

13 der 15 Gemeinden des Bezirks Arlesheim stimmten der familienergänzenden Kinderbetreuung zu. Das macht den Bezirk zum einzigen im Kanton, der sich für das Betreuungsgesetz aussprach. Die Zustimmung lag bei 54.89 Prozent. Nur die Gemeinden Biel-Benken und Ettingen hatten ein Nein-Mehr.

Die Spitalausgliederung wurde von allen Gemeinden angenommen. Das Resultat fiel mit 68.41 Prozent Ja-Stimmen äusserst klar aus.

Bezirk Laufen

Die Gemeinden im Bezirk Laufen sind vollständig ausgezählt. Im Bezirk wird die familienergänzende Kinderbetreuung mit 58.51 Prozent Nein-Stimmen klar abgelehnt. In allen der 13 zugehörigen Gemeinden stimmte die Mehrheit der Wahlberechtigten mit einem Nein ab.

Die Revision des Spitalgesetztes wird hingegen mit 60.85 Prozent angenommen. Nur die Gemeinden Nenzlingen und Zwingen hatten Bedenken und stimmten mit einem Nein-Mehr ab.

Bezirk Liestal

Die 14 Gemeinden des Bezirks Liestal stimmten einstimmig für die Auslagerung der Spitäler. 63.02 Prozent der Stimmenden sagten Ja zur Gesetzesrevision.

Hingegen sprachen sich 53.42 Prozent der Wahlberechtigten gegen die familienergänzende Kinderbetreuung aus. Elf der 14 Gemeinden hatten eine Nein-Mehrheit. Nur Pratteln und Arisdorf wollten das neue Gesetz. In Liestal gab es ein Unentschieden. Die Betreuungsfrage spaltete die Wähler im Bezirkshauptort: 1756 Wahlberechtigte stimmten Ja und 1756 Wahlberechtigte stimmten Nein zum neuen Gesetz.

Bezirk Sissach

In den 29 Gemeinden des Bezirks Sissach wird das Betreuungsgesetz ebenfalls einstimmig abgelehnt. Mit 62.1 Prozent fällt das Nein auch hier klar aus.

Die Revision des Spitalgesetzes erhält von 56.41 Prozent der Stimmenden im Bezirk Sissach Zustimmung. Nur 7 der 29 Gemeinden stimmten gegen die Spitalauslagerung.

Bezirk Waldenburg

Einstimmig sagen die 15 Gemeinden des Bezirks Waldenburg Nein zum neuen Betreuungsgesetz. Mit totalen 67.89 Prozent Nein-Stimmen fällt das Resultat sehr klar aus.

Die Spitalauslagerung haben die 15 Gemeinden mit 53.25 Prozent aber angenommen. Nur Bretzwil, Eptingen, Langenbruck, Liedertswil und Reigoldswil wollten der Gesetzesrevision nicht zustimmen. (zam)