Sport- und Eventhalle
Referendum steht: In Aesch kommt es zur Volksabstimmung über den Dom

Über den Bau der neuen, 19,5 Millionen Franken teuren Sport- und Eventhalle wird in Aesch an der Urne entschieden. Das Referendumskomitee konnte innert knapp drei Wochen mehr als 1000 Unterschriften gegen das Projekt sammeln. Nötig gewesen wären mindestens 500.

Hans-Martin Jermann
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Visualisierung des Aescher Doms. Die Sport- und Kulturhalle soll rund 19,5 Millionen Franken kosten und könnte neue Heimat der Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen werden.

Visualisierung des Aescher Doms. Die Sport- und Kulturhalle soll rund 19,5 Millionen Franken kosten und könnte neue Heimat der Volleyballerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen werden.

Visualisierung: Häring AG

1100 Unterschriften hat das Referendumskomitee in den vergangenen Wochen nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Wochen gesammelt. Diese sollen am kommenden Montag bei der Aescher Gemeindeverwaltung eingereicht werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Das deutliche Referendumssignal der Bevölkerung sei eine eindrückliche Bestätigung für eine freiheitliche und vernünftige Politik, schreibt das Komitee. Damit ist klar: In Aesch wird an der Urne über den Bau des Holz-Doms abgestimmt. Das Referendumskomitee hatte 30 Tage Zeit, die notwendigen 500 Unterschriften einzureichen, was offensichtlich leicht gelungen ist.

Kritik auch am Vergabeverfahren

Am 15. Juni sagten an einer grossen Outdoor-Gemeindeversammlung 252 Stimmberechtigte Ja zum 19,5-Millionen-Franken-Kredit. Dem standen, bei einigen Enthaltungen, 116 Nein-Stimmen entgegen. Die neue Sport- und Event-Halle, die bis zu 1800 Zuschauer fasst, soll in einer aufwändigen Holz-Konstruktion errichtet werden. Die Kritiker verweisen vor allem auf die hohen Kosten. Es handle sich um das grösste Investitionsprojekt Aeschs seit Jahrzehnten. Kritik gabs zudem an der möglichen freihändigen Vergabe gemäss einer Ausnahmeregelung der Beschaffungsrichtlinien: Der Gemeinderat prüft, den Bau an die Schreinerei Häring zu vergeben, weil nur diese Firma die Holzkuppel nach den Wünschen Aeschs zu bauen in der Lage sei. Immerhin ist aber das Preisschild fix: Die Häring AG garantiert, den Bau für die erwähnten 19,5 Millionen Franken zu erstellen.