Staatsanwaltschaft
Gymnasium Münchenstein: Junger Mann stach sich selbst in den Bauch

Der 16-Jährige, der Mitte August mit einer Stichwunde im Park vor dem Gymnasium Münchenstein aufgefunden wurde, hatte sich laut Staatsanwaltschaft die Verletzung selbst zugefügt.

Simon Tschopp
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Die Absperrung des Parks nach der angeblichen Messerstecherei vor dem Gymnasium Münchenstein.

Die Absperrung des Parks nach der angeblichen Messerstecherei vor dem Gymnasium Münchenstein.

Nicole Nars-Zimmer
(16. August 2021)

Der Jugendliche, der am 16. August mit einer Stichverletzung in der Bauchgegend im Park des Gymnasiums Münchenstein von der Polizei aufgefunden wurde, hatte sich die Verletzung selbst zugefügt. Der 16-Jährige hatte den gegen ihn geführten Angriff frei erfunden. Dies geht aus einer Mitteilung der Baselbieter Staatsanwaltschaft hervor.

Jugendlicher hat Selbstverletzung eingestanden

Deren Mediensprecher Michael Lutz erklärt auf Anfrage: «Die polizeilichen Ermittlungen vor Ort haben keinerlei Ansätze zutage gefördert, dass ein Angriff stattgefunden hätte. Ein Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin kommt zum Schluss, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Verletzung durch Dritteinwirkung entstanden ist.» Zudem habe der junge Bursche eingestanden, sich diese Verletzung selbst beigebracht zu haben. Zum Betroffenen macht die Staatsanwaltschaft (Stawa) keine weiteren Angaben.

Die Stawa stellt aufgrund dieser Erkenntnisse die Strafuntersuchung ein. Sie wird von Amtes wegen bei der Jugendanwaltschaft (Juga) Anzeige erstatten wegen des Verdachts auf Irreführung der Rechtspflege. Lutz geht davon aus, dass die Juga ein Verfahren gegen den jungen Mann führen wird, weil es sich um ein Offizialdelikt handelt.

«Dabei dürfte sein Motiv zentrales Element sein, weshalb es dies getan hat.»

Laut dem Stawa-Sprecher kommt es immer wieder vor, dass Straftaten vorgetäuscht werden. Häufig seien solche Fälle aber nicht. Mit ihrer Medienmitteilung stellt die Staatsanwaltschaft klar, dass sich Mitte August am Gym Münchenstein keine Messerattacke ereignet hat.

«Eltern müssen keine Angst haben, dass ein unbekannter Messerstecher unterwegs ist»,

betont Michael Lutz.

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