Unwetter
Starke Winde sorgen im Baselbiet für ein dutzend Feuerwehreinsätze

Das Orkantief «Ruzica» fegte gestern mit einer Geschwindigkeit von bis zu 85 Stundenkilometern über die Region. Die starken Winde lösten im Baselbiet bis zum frühen Abend rund ein Dutzend Einsätze von Polizei und Feuerwehren aus. Aus Sicherheitsgründen wurde die Kantonsstrasse von Ziefen nach Seewen durch den Wald über den Holzenberg gesperrt.

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Die Pfähle dieser Wahlplakate in Binningen wurden zu wenig tief verankert.

Die Pfähle dieser Wahlplakate in Binningen wurden zu wenig tief verankert.

Walter Brunner

Meldungen über umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste, Bauabschrankungen und Wahlplakate sowie herumfliegende Dachziegel gab es aus Arlesheim, Binningen, Bubendorf, Ettingen, Muttenz, Oberwil, Reinach und Ziefen, wie es in einer Polizei-Mitteilung heisst. In Tecknau kam es an der Hauptstrasse zu einem kleinen Erdrutsch. In Reinach wurde ein Zelt aus der Verankerung gerissen und gegen ein Haus geweht. Über verletzte Personen war bis zum Abend nichts bekannt. Die Behörden raten von Waldspaziergängen ab.

Basel: Zwei Bäume umgeweht

Im Kanton Basel-Stadt wurden wegen der starken Winde bis zum frühen Abend zwei Bäume auf dem Bruderholz-Hügel umgeweht, wie ein Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements auf Anfrage sagte.

In Frick wurde der Markt wegen der Sturmwarnungen und der Böen früher als üblich beendet. Zuvor flogen am Markt nicht nur die Zuckerwatte und einige Windräder davon. Auch ein ganzer Marktstand hielt die Belastung nicht aus: Er wurde einfach weggeblasen. «Die Metallkonstruktion ist völlig verbogen», sagte Marktchef Dani Suter auf Anfrage. «Wir sind erleichtert, dass niemandem etwas passiert ist.»

Viele Marktfahrer packten ihre Siebensachen bereits am frühen Nachmittag zusammen – mit Erlaubnis der Marktkommission. «Normalerweise achten wir genau darauf, dass die Stände bis zum Schluss um 18.30 Uhr offen haben. Aber in diesem Fall machten wir aus Sicherheitsgründen eine Ausnahme», sagte Suter. So etwas habe er noch nie erlebt, sagt der Marktchef, der seit 20 Jahren in der Marktkommission mitwirkt. (sda/ nbo)