Weber
SVP, FDP und CVP gehen im Baselbiet eine Wahlallianz bis 2015 ein

Die Baselbieter CVP und FDP wollen alle Kräfte für den Wahlsieg von Thomas Weber mobilisieren. Dafür überlässt die SVP der CVP den Vortritt bei der Ersatzwahl von Peter Zwick und unterstützt 2015 eine FDP-Kandidatur für den Ständerat.

Bojan Stula
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Bürgerliche halten zusammen

Bürgerliche halten zusammen

Juri Junkov

Die bürgerlichen Parteien im Baselbiet mobilisieren ihre Kräfte im Hinblick auf den zweiten Wahlgang der Regierungsratsersatzwahl am 21. April: Die Parteipräsidenten von SVP, FDP und CVP haben sich am Donnerstagnachmittag in Liestal zu einer gemeinsamen Strategie bekannt, die mindestens bis zu den Regierungs- und eidgenössischen Parlamentswahlen 2015 halten soll. Die Details der Allianz seien in einem Gesprächsprotokoll schriftlich festgehalten, müssten aber zuerst noch von den Parteivorständen und der Parteibasis abgesegnet werden.

Im Gegenzug für die Unterstützung von SVP-Regierungskandidat Thomas Weber wird die Volkspartei der CVP in jedem Fall den Vortritt bei der Ersatzwahl für den verstorbenen CVP-Regierungsrat Peter Zwick am 9. Juni lassen und eine Ständeratskandidatur der FDP in zwei Jahren mittragen. Zu den Gesamterneuerungswahlen in die Regierung 2015 will die neue Allianz mindestens mit einem Dreier-Ticket mit je einem SVP-, FDP- und CVP-Kandidaten antreten, je nach Konstellation auch mit einem vierten Namen.

Die bürgerliche Zusammenarbeit habe durch die Umbesetzung der Parteispitzen und die verbesserte Gesprächskultur zwischen den Parteien eine neue Qualitätsstufe erreicht, betonten SVP-Präsident Oskar Kämpfer, FDP-Präsidentin Christine Frey und CVP-Präsidentin Sabrina Mohn in Liestal. Das habe sich im ausgezeichneten Wahlresultat von Thomas Weber niedergeschlagen. SVP, FDP und CVP werden jetzt alles daran setzen, dass Weber am 21. April den SP-Kandidaten Eric Nussbaumer besiegt, und anschliessend der designierte CVP-Kandidat Anton Lauber in die Baselbieter Regierung einzieht. Gemeinsames Ziel ist, dass bis Ende 2015 mindestens drei Bürgerliche die Mehrheit in der Regierung bilden und ein bürgerlicher Kandidat den SP-Vertreter Claude Janiak als Ständerat ablöst.