Machtkampf
SVP-Landrätin Mall will in die Baselbieter Regierung

SVP und FDP suchen nach einer zusätzlichen bürgerlichen Kandidatur für die Regierungsratswahlen. Die ersten möglichen Bewerber kommen aus der Deckung.

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Caroline Mall (SVP).

Caroline Mall (SVP).

Martin Töngi

Die Parteileitungen von SVP und FDP liefern sich bei der Kandidatenkür für die Baselbieter Regierungsratswahlen im Februar 2015 einen Machtpoker. Die entscheidende Frage: Stellt die SVP oder die FDP die dritte bürgerliche Kandidatur neben den Bisherigen Sabine Pegoraro (FDP) und Thomas Weber (SVP)? Vieles deutet darauf hin, dass die FDP die dritte Kandidatur stellt. SVP-Präsident Oskar Kämpfer, der pragmatischer und weitsichtiger agiert als Vorgänger Dieter Spiess, bestätigt dies gegenüber der „Schweiz am Sonntag", wenn er sagt, es solle der Kandidat „mit der grössten Wahlchance" nominiert werden. Gleich äussert sich FDP-Präsidentin Christine Frey. Die Kandidaten der FDP sind bei Majorzwahlen traditionell wählbarer als jene der SVP.

Mike Keller (FDP).

Mike Keller (FDP).

Martin Töngi

Während sich die meisten möglichen bürgerlichen Kandidaten noch bedeckt halten, hat sich die Reinacher Landrätin Caroline Mall (SVP) entschieden. „Ich würde mich zur Verfügung stellen, wenn die Partei das will", sagt sie. Bei der FDP äussert sich der Binninger Gemeindepräsident Mike Keller am deutlichsten. „Die Funktion eines Regierungsrats übernehmen zu dürfen, würde mich sehr reizen", sagt er. Als Favorit gilt jedoch der Bisrfelder Gemeindepräsident Christof Hiltmann, der sich noch bedeckt hält. Die Nominationsversammlungen von SVP und FDP sollen erst im Oktober stattfinden.