Nach Kritik
SVP-Spitze stellt sich hinter Landratspräsidentin Daniela Gaugler

Die Baselbieter SVP steht geschlossen hinter der kritisierten Landratspräsidentin Daniela Gaugler. Dies beschloss die Parteileitung gestern an einer Sitzung, die im Beisein von Gaugler stattfand.

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Die SVP (hier Oskar Kämpfer) stellt sich hinter Daniela Gaugler.

Die SVP (hier Oskar Kämpfer) stellt sich hinter Daniela Gaugler.

niz / mto

«Wir können nirgends einen Amtsmissbrauch vorstellen, es liegen keine strafbaren Handlungen vor – und mir ist nur ein SVP-Mitglied bekannt, das ihren Rücktritt fordert», begründet Oskar Kämpfer. Somit ist für den SVP-Präsidenten klar: Eine Rücktrittsforderung an die oberste Baselbieterin ist nicht angebracht.

Gaugler denkt nicht an Rücktritt

Gaugler stand in den letzten Wochen mehrfach im Fokus der Medien. Wie die bz berichtete, führt sie ein Bed-and-Breakfast in der Lausner Gewerbezone. Bei den Hotelgästen handelt es sich um Dauermieter. Die Behörden klären derzeit ab, ob Gaugler damit gegen das Gesetz verstösst. Die «Basler Zeitung» brachte kurz nach diesen Enthüllungen einen familieninternen Streit sowie private Betreibungen ans Licht.

Oskar Kämpfer hält an seiner Meinung fest, dass es sich hierbei um einen «reinen Medienfall» handle. Und dass Gaugler den Kontakt zu den Medien gemieden habe, wirft er ihr nicht vor. «Sie war in den Ferien. Das müssen auch Journalisten verstehen, dass man nicht 24 Stunden am Tag erreichbar ist.» Dass die Parteileitung die Kommunikationshoheit an sich riss, habe demzufolge nichts mit der Schwäche Gauglers zu tun.

Die oberste Baselbieterin selbst hat an der Sitzung bestätigt, dass sie sich nach der turbulenten Zeit stark genug fühlt, das Amt auszuüben. Am 4. September leitet sie ihre erste Landratssitzung. (lsi)