Sissach
Tauwetter in Sissach: Im nächsten Jahr soll es auf der Kunsti wieder Eis geben

Es gibt doch noch ein Happy End für die Kunsti Sissach: Im Herbst 2014 dürfte die Eisbahn wieder freigegeben werden. Ebenfalls auf einem guten Weg, sowohl terminlich als uach finanziell, ist die Sissacher Badi.

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Bild aus beseren Tagen, als die Kunsteisbahn in Sissach noch ganz war. Ab nächsten Jahr soll das wieder möglich sein.

Bild aus beseren Tagen, als die Kunsteisbahn in Sissach noch ganz war. Ab nächsten Jahr soll das wieder möglich sein.

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«Wir sind auf dem richtigen Weg und können die Geschichte der Kunsti zu einem guten Ende bringen», verkündete der Sissacher Gemeindepräsident Peter Buser, als er an der Gemeindeversammlung über den Stand der Dinge bei der Kunsteisbahn orientierte. Er versicherte, dass ab der kommenden Saison auf der Kunsti ein geordneter Betrieb möglich ist.

Der Expertenbericht, fuhr er fort, liege nun vor und sei den betroffenen Parteien bereits zugestellt worden. Diese könnten nun bis Anfang Januar dazu Stellung zu nehmen. Was die planerische Seite betrifft, so war bis jetzt vornehmlich von einem Teilrückbau der Überdachung die Rede.

Der Präsident sagte, die Bau- und Planungskommission und die Begleitkommission würden auch die wieder ins Spiel gebrachte Variante der Dachverstärkung prüfen. Erste Entscheide zu den Sofortmassnahmen sowie zur Planung des Gesamtkonzepts stellte Buser auf Januar 2014 in Aussicht.

Ziel des Gemeinderats sei es, die Kunsti so umzubauen, dass sie ihren Zweck uneingeschränkt erfüllen kann. Dieses Ziel kommt auch im Finanzplan zum Ausdruck. Dort ist, wie Finanzchef Lars Mazzucchelli aufzeigte, eine Investition von 6,2 Millionen Franken enthalten, wovon 700 000 Franken bereits bewilligt sind.

Denkmalschutz gelockert

Auf gutem Weg, terminlich und finanziell, ist die Sanierung der Sissacher Badi. In der zweiten Bauetappe, erklärte Gemeinderätin Beatrice Mahrer, verlaufe alles plangemäss. Nicht geplant war hingegen, die Linden beim Friedhof zu fällen. Leider, gab Gemeinderat Paul Bieri betrübt zu verstehen, gebe es keine andere Lösung. Die Bäume litten unter einem Pilzbefall und die Stämme seien hohl.

Aus Sicherheitsgründen müssten nun auch die zwei verbliebenen der ursprünglich fünf Linden gefällt werden. Selbstverständlich, versprach er, würden sie durch junge Bäume ersetzt.

Nach den Informationen gab es vorgestern auch ein paar recht trockene Geschäfte zum Abstimmen. Die Stimmberechtigten verabschiedeten das Budget 2014 mit einem Minus von 900 000 Franken und Nettoinvestitionen von 4,5 Millionen Franken. Ausserdem hiessen sie das revidierte Hundereglement gut und strichen im Zonenplan Siedlung die Bestimmungen über den Bau von Solaranlagen im Ortskern.

Neu gilt das übergeordnete Recht des Raumplanungs- und Baugesetzes. So sind sämtliche Solaranlagen 30 Tage vor der Realisierung dem Bauinspektorat zu melden. Schliesslich gab die Versammlung grünes Licht, das verzinsliche und rückzahlbare Darlehen der Gemeinde Sissach zugunsten der Abwasserwärmeverbund AG um 80 000 Franken auf 890 000 Franken zu erhöhen. Die AWV AG, an deren Kapital von 830 000 Franken die Gemeinde Sissach einen Anteil von 90 000 Franken hält, baut beim Schwimmbad für 9,4 Millionen Franken eine neue Wärmezentrale.