Frenkendorf
Tennis macht Trendsportarten Platz

Mit dem Mega Park und Kampfsport-Kursen soll ein breiteres Publikum erreicht werden. Am Ursprung des Mega Parks steht das Frenkendörfer Tenniscenter Bächliacker.

Daniel Aenishänslin
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Der Hochseilpark in der Licht durchfluteten Halle ist der persönliche Höhepunkt von Geschäftsführerin Alexandra Somlo. Eine Tour dauert 90 bis 120 Minuten.

Der Hochseilpark in der Licht durchfluteten Halle ist der persönliche Höhepunkt von Geschäftsführerin Alexandra Somlo. Eine Tour dauert 90 bis 120 Minuten.

Daniel Aenishänslin

Die Pforten sind noch keine fünf Minuten geöffnet, da tummeln sich die Kinder schon in Scharen auf den beiden riesigen Trampolinen. «Die ersten ihrer Art in der Schweiz», sagt Geschäftsführerin Alexandra Somlo. Früher von Fangnetzen umgeben sind diese modernen Katapulte quasi von weiteren Trampolinen gesäumt. Sie sind Teil des Swiss Mega Parks in Frenkendorf. Seit vergangenem Samstag ist er zugänglich, sieben Tage die Woche geöffnet und Teil eines Gesamtkonzepts. Aus der Not wollen Alexandra Somlo und ihr Mann Tibor eine Tugend machen.

Das Frenkendörfer Tenniscenter Bächliacker steht am Ursprung des Mega Parks. Zwar hat es sich in über 30 Jahren etabliert, muss sich aber der Realität stellen. «Tennis boomt nicht mehr, der Sport kämpft heute sogar mit rückläufigen Zahlen», erklärt Alexandra Somlo. Man habe die Energie- und Personalkosten für die gesamte Tennisinfrastruktur nicht mehr decken können. Die Somlos entschieden, die Anlage auf ein rentables Mass zu schrumpfen. Eine Schliessung der überflüssigen Fläche sei aber nicht infrage gekommen. «Es wäre schade, müsste die Sportfläche einem Baumarkt Platz machen», begründet Alexandra Somlo.

Mischung aus Tennis und Squash

Aus einigen Sandplätzen im Freien ist eine überdachte Padel-Tennis-Anlage entstanden. Darauf wird ein Doppel gespielt, das eine Mischung aus Tennis und Squash ist. Padel-Tennis ist vor allem in Spanien und Südamerika verbreitet. Die Squashboxen werden neu auch mit Kickbox-Kursen gefüllt. Im Keller der Tennishalle halten Poledance, Filipino Combat und Krav Maga Einzug. Die vor acht Jahren zusätzlich erbaute Tennishalle wurde in acht Wochen zum Mega Park umgebaut. Was der Umbau der Anlage gekostet hat, wird nicht kommuniziert. Es dürfte sich um einen Betrag von gegen 3 Millionen Franken handeln. Alle Angebote laufen unter dem Dach der Birsmatt AG, die von Tibor Somlo, dem CEO der Liestaler Ergolz-Klinik, geleitet wird.

«Mein persönliches Highlight ist der Hochseilpark in der von Licht durchfluteten Halle», sagt Alexandra Somlo. Zwischen 90 und 120 Minuten müssen für eine Kletter-Tour eingerechnet werden. Der Vorteil: Wegen des Dachs kann das ganze Jahr über geklettert werden. Wird es im Sommer tagsüber zu heiss, öffnet die Halle erst um 17 Uhr. Kommuniziert werden spätere Öffnungszeiten über die Website (ab Samstag online). Das Personal besteht aktuell aus 30 Frauen und Männern. Sie alle sollen für die Aufgabe im Mega Park geschult worden sein. Zum Beispiel, um jemanden mit Höhenangst auf den Boden zurückzuholen.

Frenkendorfs Gemeindepräsident Rolf Schweizer nimmt mit Gemeinderätin Doris Capaul an der Eröffnung teil. Er ist sichtlich zufrieden mit dem neuen Angebot. «Wir können froh sein, dass es Leute gibt, die auf privater Basis die nötigen finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen», sagt er.

Auch im Winter nutzbar

«Konkurrenz haben wir keine», sagt Alexandra Somlo optimistisch. Fast alles, was jetzt in Frenkendorf stehe, gebe es zwar auch an anderen Orten. Aber nicht kombiniert auf einem Areal. Zudem ist der grösste Teil der Anlage auch im Winter nutzbar. «Würde es keinen Spass machen, würde ich es nicht tun», erklärt die Geschäftsführerin. «Genauso hätten wir den Mega Park nicht eröffnet, wären wir nicht von seiner Wirtschaftlichkeit überzeugt.»

In den Sommerferien sollen polysportive Lager den Ort nutzen. Es seien bereits Buchungen dafür eingegangen. Die Schulen sollen ebenfalls profitieren. Diese Woche erwartet Alexandra Somlo die ersten drei Klassen im Mega Park. «Unsere Herausforderung wird sein, dass die Kapazitäten maximal ausgeschöpft werden.»

www.swissmegapark.ch

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