Regierungsratswahlen
Thomas Weber: «Das Momentum ist klar auf meiner Seite»

Bei der Ersatzwahl für den Baselbieter Regierungsrat konnte niemand ein absolutes Mehr erzielen. SVP-Landrat Thomas Weber tritt mit Eric Nussbaumer zu einem zweiten Wahlgang an. Im Interview spricht Weber über seine Chancen.

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Thomas Weber (SVP) bei den Regierungsersatzwahlen.

Thomas Weber (SVP) bei den Regierungsersatzwahlen.

Keystone

Herr Weber, sind Sie überrascht, Eric Nussbaumer so nahe gekommen zu sein?

Thomas Weber: Ich stelle mich immer auf alle Szenarios ein. Realistischerweise musste man mit einem zweiten Wahlgang rechnen. Ein Nussbaumer-Sieg im ersten Durchgang wäre der Worst Case gewesen. Jetzt sind wir sogar näher dran als erwartet. Das Momentum ist klar auf meiner Seite.

Hätten Sie Nussbaumer vielleicht sogar überholt, wenn der Wahlkampf noch länger gedauert hätte?

Das ist denkbar. Die Zeit spielte für mich, gerade wegen meines wachsenden Bekanntheitsgrads. Dass die SVP-Mitglieder, aber auch das Wahlvolk mich besser kennenlernte, hatte eine Multiplikationswirkung, weil jeder seinen Freundeskreis informierte.

Glauben Sie im zweiten Wahlgang, in dem das relative Mehr bereits genügt, noch besser Chancen zu haben?

Ja da bin ich sehr zuversichtlich.

Würden Sie denn GLP-Kandidat Gerhard Schafroth nahelegen, nicht mehr anzutreten?

Es ist nicht an mir zu entscheiden, ob die Grünliberalen angesichts der offensichtlichen Aussichtslosigkeit nun ihre Kandidatur zurückziehen.

Wäre dies für Sie denn ein Vorteil?

Das ist völlig offen. Bei den Grünliberalen gibt es verschiedenste Strömungen, nach links wie rechts.

Sie haben all ihre Ferien für den bisherigen Wahlkampf aufgebraucht. Was können Sie überhaupt noch zur Wählermobilisierung beitragen?

Es wird schon ein bisschen eng. In der zweiten Märzwoche habe ich noch Ferien. Alles andere habe ich praktisch schon für den Wahlkampf verbraucht. Ich werde mir aber sicher auch noch eine kleine Auszeit gönnen, denn das Geheimnis des Erfolges ist die Balance zwischen Spannung und Entspannung. Natürlich läuft das Rennen weiter, aber sieben Wochen voll durchzuziehen, würde wahrscheinlich auch den Wähler nerven (lacht). (mn)