Wahlen
Thomi Jourdan: «Ich werde zufrieden ein Glas Wein trinken»

Wahl-Verlierer Thomi Jourdan (EVP) äussert sich zu seiner Niederlage gegen Anton Lauber und erklärt warum er trotz seiner Nicht-Wahl stolz ist . Jourdan zeigt sich als guter Verlierer und freut sich ausserdem über das neu gewonnene mediale Interesse.

Leif Simonsen
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Thomi Jourdan lässt sich trotz seiner Niederlage die Laune nicht verderben.

Thomi Jourdan lässt sich trotz seiner Niederlage die Laune nicht verderben.

Kenneth Nars

Herr Jourdan, Sie haben verloren. Warum sind Sie trotzdem so überschwänglich?

Thomi Jourdan: Weil ich auf das stolz bin, was wir erreicht haben. Wir haben bei null angefangen und mussten gegen eine starke bürgerliche Wahlallianz antreten. Jetzt sind wir tatsächlich nah rangekommen. Das werte ich als Erfolg, aber überrascht bin ich nicht: Ich habe immer gesagt, dass wir 40 Prozent schaffen. Jetzt sind es gar 45.

In vielen Oberbaselbieter Gemeinden hatten Sie die Nase gar vorne. Warum?

Mit ein Grund ist, dass ich im Oberbaselbiet beruflich tätig gewesen bin (Jourdan arbeitete während sieben Jahren als Streetworker in Liestal, d. Red.). Daran dürften sich die Menschen erinnert haben. Klar: Der CVP fehlt die Basis im Oberbaselbiet, aber dafür konnte sie hier auf die Unterstützung der starken SVP zählen.

Was bedeutet dieser Achtungserfolg für die EVP, die ja sonst nicht oft im Rampenlicht steht?

Wie viele Wähler die EVP durch meine Kandidatur dazugewinnt, kann ich nicht beurteilen. Aber sicher hat die super Wahlkampagne die Partei zusammengeschweisst. Und wichtig ist eben auch, dass die EVP eine mediale Beachtung erfahren hat wie nie zuvor. Zudem hoffe ich natürlich, dass einige der Themen, die wir eingebracht haben, von der neuen Regierung aufgegriffen werden.

Werden Sie heute feiern?

Ich werde wohl zufrieden ein Glas Wein trinken und mich dabei fragen: «Wie hättest du gefeiert, wenn du gewonnen hättest?»

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