Unterwegs mit Blanche, Julie, Andri und Romeo: In Buckten kann man eine Geiss zum Wandern mieten.

Tele M1

«Tierisch»
Einmal mit einer Geiss auf Wanderschaft gehen – im Baselbiet ist das möglich

Wenn mal nicht der Hund als tierischer Begleiter mit in die Berge soll, können Wanderer trotzdem «tierisch» unterwegs sein. In baselländischen Buckten kann man dafür etwa Geissen mieten.

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(luk) Mit ihren Glöckchen um den Hals sind die vier Pfauengeissen Blanche, Julie, Andri und Romeo auf ihrer Wanderung nach Homburg kaum zu überhören. Angeboten werden die tierischen Wanderungen von Evelyn Jenzer Scheidegger und Thomas Scheidegger.

Das erste Mal in Kontakt mit den Pfauengeissen kam Evelyn Jenzer Scheidegger erstmals vor 15 Jahren an der Mustermesse Basel. «Es war Liebe auf den ersten Blick», erklärt sie in der Sendung «Tierisch» auf Tele M1. Durch das Interne wurde sie schliesslich auch auf das Thema Geissenwanderungen aufmerksam. Ähnliche Angebote gibt es etwa in Nationalparks in den USA.

Bevor Jenzer Scheidegger aber Gäste zu den Wanderungen einlud, war sie lange mit ihren Geissen alleine unterwegs. «Ich hatte jahrelang Pferde und habe diese auch ausgebildet», so Jenzer Scheidegger. «Dieses Wissen über die Tiere habe ich auf die Geissen übertragen.» Dies sei einfach gewesen, denn Geissen seien sehr neugierige Tiere, die gerne draussen und unterwegs seien.

Gäste wählen «ihre» Geiss selbst aus

Jeder, der eine Geissenwanderung bucht, darf eine Geiss an der Leine führen. Die Vierbeiner werden den Gästen vorgestellt und es wird genau erklärt, worauf die Wanderer achten müssen – einerseits auf das Wesen der Tiere, andererseits wie man sie an der Leine führt.

«Geissen sind Fluchttiere», erklärt Thomas Scheidegger. Da gelte es, stets aufmerksam zu sein. «Die Geissen werden bei uns nicht zugeteilt», so Scheidegger weiter. «Jeder Gast wählt die Geiss, die ihm am besten zusagt.» Schliesslich seien die Geissen so unterschiedlich im Wesen wie der Mensch.

Eine Geissenwanderung dauert jeweils rund drei Stunden. Einen Teil der Route werden die Tiere an der Leine geführt, zwischendurch dürfen die vier Pfauengeissen aber auch ohne Leine mit den Wanderern mitlaufen.