Katzenheim
Tierschutzbund Basel rettet 40 Katzenbabys von der Strasse

Im Frühling kommen viele unerwünschte Katzenjungen auf der Strasse zur Welt. Innert weniger Tagen sind 40 Katzenbabys im Tierheim des Tierschutzbunds Basel Regional in Muttenz gelandet.

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Gerettete Katzenbabies
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Gerettete Katzenkinder im Katzenheim in Muttenz.
Gerettete Katzenkinder im Katzenheim in Muttenz.
Gerettete Katzenkinder im Katzenheim in Muttenz.

Gerettete Katzenbabies

Zur Verfügung gestellt

Es ist kein typisch südländisches Phänomen: Auch in der Region Basel streunen heimatlose Katzen auf den Strassen herum. Schweizweit lebten gar «Hunderttausende Katzen auf der Strasse», wie sich Anouk Benziad, die Leiterin des Katzenheims vom Tierschutzbund Basel Regional, in einer Mitteilung vom Dienstag zitieren lässt. Die Tiere würden sich in Schrebergärten, bei Bauernhöfen oder in Wohnquartieren verkriechen.

Gerade jetzt sei das Problem besonders prekär: «Im Frühling kommen massenhaft unerwünschte Katzenjungen unter lebensgefährlichen Bedingungen auf der Strasse zur Welt», informiert der Verein mit Sitz in Muttenz.

Darum muss sich der Tierschutzbund zurzeit vermehrt um solche Fälle kümmern. Innerhalb weniger Tage seien 40 Katzenbabys im Katzenheim gelandet, 26 davon ohne Mutter. Elf dieser Katzenkinder seien so jung, dass sie mit der Flasche aufgezogen werden müssten. Nachdem der Tierschutzbund die Tiere wieder fit gemacht hat, werden sie an neue Besitzer vermittelt.

Nicht mehr vermittelbar

Allerdings seien diejenigen Katzen, die schon lange wild gelebt haben, nicht mehr vermittelbar - «aus gesundheitlichen oder charakterlichen Gründen», wie Manuela Wicki, Tierpflegerin im Katzenheim, gegenüber der bz präzisiert. Aber diese «Patenkatzen» werden nicht etwa eingeschläfert, sondern können ihren Lebensabend im Heim verbringen.

«Keine Katze lebt durch eigenes Verschulden als Streuner, es steckt immer eine Vernachlässigung durch den Menschen dahinter», stellt Benziad klar. Um weiteren Strassen-Nachwuchs zu verhindern, führt der Tierschutzbund regelmässig Kastrationsaktionen durch. Finanziert wird der Verein «von grossherzigen Tierfreunden», staatliche Unterstützung gibt es keine. (jan)

Weitere Informationen: www.tierschutzbund.ch

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