Unfallprävention
Über 600 tote Tiere: Baselland testet in Ziefen eine neue Wildtier-Warnanlage

Der Kanton Baselland testet auf einer Strasse bei Ziefen eine neue Wildtier-Warnanlage. Die Anlage soll Autofahrer über ein Sensorensystem vor Tieren warnen, die sich der Strasse nähern.

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Über 600 Wildtiere starben im vergangenen Jagdjahr auf Baselbieter Strassen.

Über 600 Wildtiere starben im vergangenen Jagdjahr auf Baselbieter Strassen.

KEYSTONE

Im Jagdjahr 2018/2019 registrierte der Kanton 634 Verkehrsunfälle mit Wildtieren. Weil der Individualverkehr tendenziell zunehme, sei auch eine Zunahme solcher Unfälle zu befürchten, heisst es in einer Medienmitteilung des Amts für Wald beider Basel vom Mittwoch.

Bislang eingesetzte Präventionsmassnahmen, die verhindern sollen, dass Wildtiere die Strassen überqueren, seien nur mässig erfolgreich gewesen, heisst es weiter. Die Tiere hätten sich an die abschreckenden Geruchs-, Licht- und Tonsignale gewöhnt und diese zunehmend missachtet.

Jetzt will der Kanton die Autofahrer stärker in die Pflicht nehmen. Ein Warnanlage soll die Verkehrsteilnehmer aktuell vor Wildtieren warnen, die sich der Strasse nähern und sie dazu anhalten, das Tempo zu drosseln.

Die Wildtiere sollen über Sensoren an den Randleitpfosten erfasst werden. Orange Warnblinker sollen die Verkehrsteilnehmer sodann auf die mögliche Unfallgefahr aufmerksam machen.

Im November startet auf einer Strasse bei Ziefen ein zweijähriger Feldversuch. Zusammen mit dem Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften werden verschiedene Fachstellen des Kantons die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit der Anlage überprüfen.

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