Überschwemmungen
Überlaufende Bäche sorgen auch im Baselbiet für Strassensperrungen

Anhaltender Regen hat im Baselbiet Bäche über die Ufer treten lassen. Das hat am Mittwochmorgen zu Strassensperrungen geführt. Nach zehn Uhr beruhigte sich die Lage. Der Rhein musste derweil zeitweise für die Schifffahrt gesperrt werden.

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Die Situation war im Kanton Baselland laut dem Sprecher «nie dramatisch». Die Regenmengen seien nicht ungewöhnlich, weder im Moment noch in den letzten Tagen zusammengezählt. Kumuliert habe es aber gereicht, im Leimental, Laufental und im Oberbaselbiet manche Bäche zu füllen.

20 Feuerwehren standen im Einsatz

Neben kleineren Bächen trat auch die Ergolz über ihre Ufer, dies im Raum Lausen-Itingen. Dort wurde denn auch die Kantonsstrasse zeitweise gesperrt - wie auch zwischen Therwil und Ettingen. Der Pegel der Ergolz stieg innert anderthalb Tagen in Liestal um rund zwei Meter; ihr Abfluss schwoll dabei von 2 auf 80 m3 pro Sekunde an.

Etwa zwanzig Feuerwehren seien am Mittwoch im Einsatz gestanden, sagte der Polizeisprecher. Ab vier Uhr früh sei einiges zu tun gewesen, mit einer Spitze zwischen acht und zehn Uhr. Danach habe sich gegen Mittag die Lage entspannt.

Rheinschifffahrt teilweise gesperrt

Auf dem Rhein haben grosse Schiffe am Mittwoch zeitweise nicht nach und durch Basel fahren dürfen. Weil anhaltender Regen in der Schweiz den Rheinpegel über Sicherheitslimiten anschwellen liess, wurde die Schifffahrt abschnittweise gesperrt. Gesperrt wurde die Schifffahrt schon morgens um etwa acht Uhr - zunächst zwischen dem Basler Hafen und Rheinfelden AG, später dann auch von Kembs (F) bis Basel, wie die Schweizerischen Rheinhäfen mitteilten. Ab Mittag oszillierte der Pegel um die Sperrlimite für den ganzen Rhein; zeitweise war der Kembser Abschnitt wieder offen.

Heikelstes Nadelöhr bei starker Strömung und hohem Wasserstand ist auf Basler Stadtgebiet die in der Flusskurve liegende historische Mittlere Brücke mit ihren engen und niedrigen Bogen. Schon bei Normalstand passieren die Grossschiffe diesen Flussabschnitt in der Regel nur mit ortskundigen Lotsen.

Fliessgewässer, sondern via Aare auch jene des Berner Oberlands sowie via Reuss auch viele aus der Zentralschweiz. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) erwartet gemäss seinen Prognosen, dass der Rheinpegel erst (morgen) Donnerstag wieder unter die IIa-Limite sinkt.