Kulturpolitik
Unklarheiten bei Partnerschaft mit der Stadt: Baselbieter Kulturleitbild kommt zwei Jahre später

Die Baselbieter Regierung verlängert das aktuelle Kulturleitbild 2013-2017 um zwei Jahre bis 2019. Vor dem Erarbeitung eines neuen Leitbilds voraussichtlich ab 2018 sei die Partnerschaft mit Basel-Stadt zu klären

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Angesichts leerer Baselbieter Staatskassen steht die Kulturförderung zur Diskussion.

Angesichts leerer Baselbieter Staatskassen steht die Kulturförderung zur Diskussion.

zVg

Das Kulturleitbild sei "eine umfassende Bestandesaufnahme der Kultur im Kanton Basel-Landschaft", teilte die Baselbieter Regierung am Donnerstag mit. Es legt die Ziele der Kulturpolitik des Landkantons fest. Es hat zudem das Kulturfördergesetz von 2016 ausgelöst und Weichen neu gestellt, so für Filmförderung, Museen und Kunsthaus. Für das neue Leitbild sollen breite Kreise befragt werden.

Das 2013 präsentierte aktuelle Kulturleitbild hat eine lange und kontroverse Vorgeschichte. Über ein neues Kulturgesetz hatte der Landrat schon 2009 debattiert. Die bürgerliche Ratsmehrheit legte sich damals jedoch quer und wies den Entwurf an die Regierung zurück, und ein Vorstoss forderte dann zuerst ein Kulturleitbild.

Dem kam die Direktion mit einem breit angelegten Prozess nach, inklusive "Tagsatzung", "Who's who" und Vergleichsstudien. Das geltende Kulturleitbild ist nach 1989, 1996, 2002 und 2007 das fünfte innert 25 Jahren. Es war als Bekenntnis zur Vielfalt und zu Partnerschaft mit Basel-Stadt und dessen Angebot präsentiert worden.

Nun steht angesichts leerer Baselbieter Staatskassen auch die eigene Kulturförderung zur Diskussion. Bei den Partnerschaftsverhandlungen mit dem Stadtkanton steht ebenfalls das Geld im Fokus.

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