Unterstützung
Trotz Spardruck: Reinach lässt seine wohltätigen Vereine nicht im Stich

Der Einwohnerrat sträubt sich dagegen, allen Vereinen pauschal 20 Prozent der Gelder zu streichen. Dank einer Allianz aus Grünen und SVP erhalten soziale Organisationen weiterhin die volle Unterstützung der Gemeinde.

Caspar Reimer
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Der Verein Phari, der im Unterbaselbiet unter anderem Kleider an Arme gibt, erhält weiterhin die volle Unterstützung der Gemeinde Reinach.

Der Verein Phari, der im Unterbaselbiet unter anderem Kleider an Arme gibt, erhält weiterhin die volle Unterstützung der Gemeinde Reinach.

Juri Junkov

Mit einem einzigen Thema beschäftigte sich der Einwohnerrat, dies dafür dreieinhalb Stunden lang: mit der Sparrunde zu Gunsten der Vereine. Der Gemeinderat hatte im Vorfeld mit allen betroffenen Vereinen gesprochen. «Auch nach den Gesprächen stehen wir zur Idee der Gleichbehandlung, allen 20 Prozent des Barbeitrags zu kürzen», sagte Gemeindepräsident Melchior Buchs.

«Im Vergleich mit anderen Gemeinden macht Reinach auch mit diesen Sparmassnahmen nach wie vor viel für die Vereine.»

Bei Sport, Freizeit und Kultur, worunter auch FC, Tierpark oder Filmtage fallen, folgte der Rat überwiegend dem Gemeinderat. Nur die Allianz aus Grünen und SVP stellte sich gegen das Prinzip der Gleichbehandlung, «weil Freizeitangebote anders als soziale Institutionen zu gewichten sind», so Adrian Billerbeck (SVP).

Gemeindepräsident fordert mehr unternehmerisches Denken

Im Bereich der sozialen Angebote bekam die Allianz Schützenhilfe von Seiten der Sozialdemokraten, weil «Sparrunden in diesem Bereich mit der Gefahr einhergehen, dass Menschen in der Sozialhilfe landen», so die SP.

Mit Unterstützung der SP wurde etwa die Kürzung für den Verein Phari, der Lebensmittel an Arme abgibt, gekippt. Gemeindepräsident und Bürgerliche appellierten zudem an die Vereine, «unternehmerisch zu denken», um andere Unterstützungsbeiträge zu generieren.

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