Regierungsratswahl
Unterstützt die Baselbieter FDP jetzt doch einen SVP-Kandidaten?

Die FDP-Führung will ihre Parteibasis offenbar von einem moderaten SVP-Kandidaten als Nachfolger von FDP-Finanzdirektor Adrian Ballmer überzeugen. Das berichtet die «Basler Zeitung». Die FDP wolle so einen Wahlsieg der SP verhindern.

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Christina Pezzetta-Frey, Präsidentin der Baselbieter FDP

Christina Pezzetta-Frey, Präsidentin der Baselbieter FDP

Juri Junkov

Oberstes Ziel der Baselbieter FDP ist es, den frei werdenden Sitz im Regierungsrat in bürgerlicher Hand zu behalten. Dabei scheint die Parteileitung ihren FDP-Finanzdirektor Adrian Ballmer nicht unbedingt mit einem Nachfolger aus den eigenen Reihen ersetzen zu wollen. Welche Empfehlung sie am kurzfristig einberufenen Sonderparteitag am 3. Januar abgeben werden, will FDP-Präsidentin Christine Pezzetta-Frey zwar nicht verraten. Die «Basler Zeitung» (BaZ) schreibt aber, dass die FDP-Führung die Parteibasis die Unterstützung eines moderaten SVP-Kandidaten empfehlen will.

Kein Anspruch auf zwei Sitze

Der Parteileitung sei bewusst, dass aufgrund die FDP aufgrund der heutigen Wähleranteile keinen Anspruch auf zwei Regierungssitze habe, schreibt die BaZ weiter. Die SVP hingegen habe als wählerstärkste Partei Anspruch auf eine Regierungsvertretung.

Mit der Empfehlung eines SVP-Kandidaten will die FDP offenbar einen Wahlsieg der SP verhindern. Gleichzeitig verlangt sie von der SVP, dass diese sich für einen gemässigten Kandidaten entscheidet, welcher auch für FDP und CVP wählbar sei, heisst es laut BaZ aus der Parteileitung.

Die Entscheidung umstossen kann die Parteibasis am Sonderparteitag im Januar. Dann allerdings müsste die FDP noch einmal einen kurzfristigen Sonderparteitag einberufen.