Urnengänge
Drei Oberbaselbieter Dörfer brauchen neue Gemeinderatsmitglieder

Exekutiven müssen ergänzt werden, weil Amtsträger zurückgetreten sind oder bald demissionieren werden.

Simon Tschopp
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Am 26. September wird nicht nur über eidgenössische Vorlagen entschieden, in Oberbaselbieter Gemeinden kommt es ebenfalls zu Wahlen und zu einer Referendumsabstimmung (Symbolbild).

Am 26. September wird nicht nur über eidgenössische Vorlagen entschieden, in Oberbaselbieter Gemeinden kommt es ebenfalls zu Wahlen und zu einer Referendumsabstimmung (Symbolbild).

Archiv bz/Keystone

In Lampenberg, Wenslingen und Ziefen sind vakant gewordene oder demnächst frei werdende Mandate von Exekutivmitgliedern neu zu besetzen. Eine Referendumsabstimmung steht in Eptingen an. Die Urnengänge finden am 26. September statt.

Wenslingen ist noch am Suchen

Christoph Koch kandidiert in Ziefen für die Gemeinderatsersatzwahl. Der 1986 Geborene hat erst kürzlich das Präsidium der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission übernommen und will nun Nachfolger von Patrick Dänzer werden. Dieser demissionierte als Gemeinderat per Ende August wegen «zusätzlicher beruflicher Herausforderungen» und war drei Jahre im Amt. Koch ist Automobilingenieur und als stellvertretender Produktionsleiter bei einem Hersteller für Werbeanlagen tätig. Er ist in Ziefen aufgewachsen und wohnt seit 2017 wieder im Dorf, wo er gut verankert ist.

In Lampenberg bewirbt sich Münir Sarucan für das Ende dieses Monats frei werdende Mandat von Gemeinderat Adrian Handschin, der aus privaten Gründen zurücktritt und seit Juli 2019 der Behörde in der 520-Seelen-Kommune angehört. Sarucan arbeitet als Vorsorge- und Finanzberater bei einer Versicherung. Nach einer Lehre als Maler erwarb er sich auf dem zweiten Bildungsweg das Handelsdiplom und bildete sich zum Technischen Kaufmann weiter.

Noch keine offizielle Kandidatur ist in Wenslingen bekannt. Laut Gemeindeverwaltung tut sich aber etwas. Ersetzt werden muss Gemeinderätin Jacqueline Kopp, die ihren Rücktritt auf Ende Oktober angekündigt hat, weil sie von Wenslingen wegzieht. Sie wurde Ende September 2017 in die Exekutive gewählt.

Projektkredit kommt an die Urne

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Eptingen werden wegen des Projektierungskredits von 25'000 Franken für Sondier- und Rammbohrungen, um einen Standort für den neuen Werkhof zu eruieren, in gut eineinhalb Wochen zur Urne gebeten. Gegen den Gemeindeversammlungsbeschluss von Ende Juni war das Referendum ergriffen worden, das mit 91 gültigen Unterschriften zu Stande kam.

An dieser Gemeindeversammlung beantragte ein Stimmbürger, nur am Standort Kallstrasse Bohrungen durchzuführen. Dieser Änderungsantrag wurde mit Stichentscheid der Gemeindepräsidentin jedoch abgelehnt. 13 Ja- standen 13 Nein-Stimmen gegenüber. Der Kredit für Bohrungen an der Kallstrasse und auf dem Sportplatz passierte schliesslich mit 19 gegen 7 Stimmen.

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