Baselbieter Staatswein
Urs Jauslin – der Klassenprimus

In einer Mini-Serie stellt die bz die Nominierten für den Baselbeiter Staatswein vor. Das Weingut Jauslin wurde bereits letztes Jahr schon ausgezeichnet und ist heuer in zwei Kategorien nominiert

Philipp Felber
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Urs Jauslin wurde im letzten Jahr schon ausgezeichnet, wird er auch dieses Jahr wieder absahnen?

Urs Jauslin wurde im letzten Jahr schon ausgezeichnet, wird er auch dieses Jahr wieder absahnen?

Nicole Nars-Zimmer niz

Das Jauslin Weingut ist eine Institution im Baselbiet und weit darüber hinaus bekannt. Letztes Jahr trug bereits ein Wein von Urs Jauslin den Titel Staatswein. Und in diesem Jahr ist er in zwei Kategorien nominiert. Bei den Riesling-Sylvaner mit dem Riesling-Sylvaner Muttenz und in der Kategorie Weisse Spezialitäten mit dem Pinot Gris Muttenz.

Im letzten Jahr gewann der Pinot Noir aus dem Hause Jauslin in der gleichnamigen Kategorie und wurde fortan ein Jahr lang als Staatswein an offiziellen Anlässen ausgeschenkt. Die Trauben für den Spitzenwein stammen aus einem 6,5 Hektaren umfassenden Rebberg am Südhang des Muttenzer Wartenbergs.

Doch nicht nur im Baselbiet wird das Schaffen von Jauslin gewürdigt. So ist Jauslin unteranderem im Gault-Millau-Führer der 100 besten Weingüter in der Schweiz verzeichnet. Gault Millau nennt etwa den Pinot noir Hohle Gasse Barrique das «fülligsamtene Paradepferd» des Weinguts.

Jauslin heimste diverse Goldmedaillen für seine Weine ein: Im letzten Jahr waren es gleich sechs. Ein weiteres Highlight vom Rebberg ist der ebenfalls nominierte Pinot Gris. «Die Rebsorte ist edel, und ein Teil der Ernte wird eine Zeit lang im Barriquefass gelagert», so Regula Jauslin vom Weingut in Muttenz.

Urs Jauslin ist seit über 30 Jahren im Weinbau tätig. Mit 16 Jahren machte er eine Winzerlehre. 1983 folgte der erste eigene Weinkeller, seither wuchs das Familienunternehmen ständig. Mit Urs Jauslin ist die vierte Generation der Familie im Weinbau tätig. Allerdings ist er der Erste, der den Weinanbau als Beruf ausübt. Und die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern den Betrieb dereinst weiterzuführen.

In diesem Jahr hat das Weingut aber mit Problemen zu kämpfen, wie alle im Baselbiet. «Wir rechnen noch immer mit einem Totalausfall», sagt Regula Jauslin. Man sei bereits froh, dass die Reben beim Kälteeinbruch nicht komplett abgefroren seien.