Binningen
Verdiente Ehrung für sieben Sportlerinnen und Sportler

Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli überreichte im Kronenmattsaal zwei Sportlerinnen und vier Sportlern Förder- und Anerkennungspreise für ihre Erfolge und Verdienste für den Baselbieter Sport.

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Die Preisträger des Baselbieter Sportpreises

Die Preisträger des Baselbieter Sportpreises

Zur Verfügung gestellt

An der vom Sportamt Baselland organisierten Verleihung der diesjährigen Baselbieter Sport-, Anerkennungs- und Förderpreise stand Kevin Schläpfer im Mittelpunkt, obwohl er persönlich nicht an der Feier teilnehmen konnte. Gleichzeitig bestritt der Trainer des EHC Biel mit seinem Team das wichtige Meisterschaftsheimspiel gegen die Lakers aus Rapperswil im direkten Duell im einen Playoff-Platz. Dank dem 6:3-Erfolg konnten sich die Bieler in der Tabelle auf den achten Rang verbessern. Kevin Schläpfer bedauerte es sehr, dass er an dieser Ehrung nicht dabei sein konnte.

Er bedankte sich via Videobotschaft über diese mit 15'000 Franken dotierte Auszeichnung. Er liess ausrichten, dass er sich sehr über diesen Preis freue. „Der Preis ist eine hohe Ehre für mich. Ich werde den Preis in Herzen tragen." Entgegengenommen hat die Ehrung sein ältester Sohn Elvis, der im Moskito-Team des EHC Zunzgen-Sissach Eishockey spielt.

Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli würdigte die Verdienste von Kevin Schläpfer, der wie er in Sissach wohnhaft ist. „Kevin Schläpfer lebt für den Eishockeysport. Seit 35 Jahren. Seine Leidenschaft für diesen Sport ist spürbar", betonte der Baselbieter Sportdirektor. Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli stellte dem Publikum Kevin Schläpfer aus verschiedenen Blickwinkeln vor, als Spieler, Trainer, Kommunikator und Motivator, als Baselbieter und als Vater. So war zu erfahren, dass Schläpfers grosses sportliches Vorbild nicht etwa ein Eishockeyspieler war, sondern der Brasilianische Fussballer Zico, dass Schläpfer im Laufe seiner Karriere Zicos Nummer 10 mit der Rückennummer 69 austauschte.

1990 feierte Kevin Schläpfer mit dem HC Lugano einen Schweizermeistertitel in der Nationalliga A. Mit jedem der fünf Nationalliga-B-Klubs, in denen er spielte, schaffte er den Aufstieg in die Nationalliga A. Schläpfer erzielte in 821 Spielen gesamthaft 609 Skorerpunkte. Wie als Spieler ist Schläpfer auch als Trainer der erfolgreich. In Biel wird er sogar als „Hockeygott" bezeichnet. Seit zwei Jahren ist er Cheftrainer des EHC Biel. In der letzten Saison ist es ihm gelungen, das Team bis in die Playoffs zu führen, erstmals seit 1993.

Laudator Urs Wüthrich-Pelloli brachte zum Ausdruck, dass sich Kevin Schläpfer dank seinem ehrlichen, offenen, kämpferischen und emotionalen Wesen, dank seiner Leidenschaft für den Eishockeysport und dank seinem Fachwissen mit mehr als 30 Jahren Hockey-Erfahrung den Respekt bei der Klubleitung, bei den Spielern und bei den Fans verschafft hat. Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli bezeichnete den 43-jährigen Sissacher als starker Kommunikator und Motivator.

Auch wenn er an unterschiedlichen Orten im Eishockeygeschäft tätig war, so habe Kevin Schläpfer fast immer im Baselbiet gewohnt. Seinen Bezug zu seinem Stammverein EHC Zunzgen-Sissach hat er nie verloren. Die Nachwuchsförderung liegt ihm am Herzen. Zusammen mit seinen Eishockeykollegen Patrick Sutter - Baselbieter Sportpreisträger 1999 - und Beat Aebischer führte er zehnmal ein Nachwuchshockeycamp für Baselbieter Junioren.

Förderpreise für Ramona Brüderlin, Sylvie Wirth und Lionel Weber

Sportamt-Mitarbeiter Basil Gygax stellte die drei Gewinnerinnen und Gewinner der mit je 5'000 Franken dotierten Förderpreise vor. Sie haben nicht nur mit nationalen, sondern auch mit internationalen Erfolgen erste Ausrufezeichen gesetzt. Alle Drei profitieren seit einiger Zeit von den Rahmenbedingungen der Leistungssportförderung Baselland. Über Ramona Brüderlin sagte Basil Gygax, dass sie vom Karatesport Wille, Respekt, Fairness, Austeilen und Einstecken gelernt habe. Dass es ab und zu Kratzer oder blaue Flecken gebe, das gehöre für die 18-jährige Prattlerin zum Kampfsport. „Gib niemals auf", so laute das Lebensmotto von Sylvie Wirth.

Für die ebenfalls 18-jährige Trampolinsportlerin seien die Suche nach der Perfektion und einfach das Gefühl des Fliegens die faszinierenden Elemente des Trampolinspringens. Ihr aktuell anspruchsvollstes Element sei ein dreifacher gehockter Salto vorwärts mit einer halben Schraube. Ein gutes Ballgefühl, ein gutes Auge und ein ausgezeichnetes Spielverständnis sind gemäss Basil Gygax die Merkmale des Tischtennisspielers Lionel Weber. Für den 16-jährigen Reinacher müsse ein Tischtennisspieler schnell auf den Beinen und schnell in den Armen sein und auch schnell taktisch denken und handeln können.

Anerkennungspreise für Willy Schnell, Claudio Dioguardi und Beat Vollenweider

Der Anerkennungspreis ist mit 3'500 Franken dotiert. Gewonnen haben ihn in diesem Jahr Willy Schnell, Claudio Dioguardi und Beat Vollenweider. Für Heinz Keller, den ehemaligen Direktor des Bundesamts für Sport, war Willy Schnell, mehr als 30 Jahre lang als Bahnleger sinnbildlich Architekt, Geograf, Kenner der menschlichen Leistungsfähigkeit, Psychologe und Diplomat in einem. Heinz Keller dankte Willy Schnell für seine mehr als 30-jährige Tätigkeit als Bahnleger des Baselbieter Team-Orientierungslaufes, für sein kompetentes, zuverlässiges und vorbildliches Engagement zu Gunsten des Baselbieter Team-OL und des OL-Sports. Claudio Dioguardi und Beat Vollenweider, die sich beide seit vielen Jahren für das Bogenschiessen engagieren und selber als Aktive sehr erfolgreich sind, wurden von Monika Rohner vorgestellt.

Die Sportlehrerin des Gymnasiums Muttenz beschrieb, dass Talent, Kraft, Geduld und koordinative Fähigkeiten Eigenschaften seien, die ein Bogenschütze mitbringen müsse. Das Faszinierendste an diesem Sport sei das Erlebnis des perfekt abgegebenen Pfeils. Man spüre beim Abschuss, dass alles genau passt und der Pfeil ins Zentrum fliegt. Dieses Gefühl lasse Bogenschützen wie Claudio Dioguardi und Beat Vollenweider nicht mehr los und sporne immer wieder an, den Bogen neu zu spannen. Beat Vollenweider liege die Arbeit als Trainer und Betreuer sehr stark am Herzen. Auch der achtfache Schweizermeister Claudio Dioguardi bekleidete im Verein Bogenschützen beider Basel schon mehrere Ämter und ist seit einigen Jahren als Trainer tätig.

Kurzweiliges und hoch stehendes Unterhaltungsprogramm

Die Feier im gut besuchten Binninger Kronenmattsaal war sehr abwechslungsreich. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Band Edison Lane. Hochstehend waren die künstlerischen Darbietungen. Michel Gammenthaler, der auf einzigartige Weise Comedy und Zauberei verbindet und als bis jetzt einziger Schweizer mit dem Schneestern vom Humorfestival Aarau ausgezeichnet wurde, veblüffte das Publikum ebenso, wie der 21-jährige Seilsprung-Akrobat Nicolas Fischer, der Seilspringen in Perfektion demonstrierte. Der 13-fache Schweizermeister im Seilspringen hält den nationalen Rekord mit 622 Sprüngen in zwei Minuten.
Der Feier wohnten mehr als 200 Gäste bei, darunter auch Ständerat Claude Janiak, Landratspräsident Jürg Degen und der Binninger Gemeindepräsident Mike Keller. (tb)

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