Verkehr
Dank Neuerungen: Basel wird noch velofreundlicher

Bis Sommer kommen In Basel dreissig Möglichkeiten zum Rechtsabbiegen bei Rot und acht Velostrassen hinzu.

Julian Förnbacher
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Insgesamt soll es in Basel bis im Sommer dreissig Möglichkeiten zum Rechtsabbiegen geben.

Insgesamt soll es in Basel bis im Sommer dreissig Möglichkeiten zum Rechtsabbiegen geben.

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Dass Basel einen Ruf als Velostadt geniesst, kommt nicht von ungefähr. So war es auch wenig überraschend, dass von 2015 bis 2016 ein schweizerisches Pilotprojekt zum Rechtsabbiegen bei Rot an zwölf Basler Kreuzungen durchgeführt wurde. Der Versuch entpuppte sich als Erfolg – zehn Standorte zum freien Rechtsabbiegen blieben den Basler Velofahrern seither erhalten.

Ein Erfolg, der auch in Bundesbern Anklang fand und eine Revision des Verkehrsgesetzes anstiess. Nun eröffnet der Bund mit einer zum Jahreswechsel in Kraft getretenen Revision der Verkehrsregeln- und Signalisationsverordnung zusätzliche neue Möglichkeiten und genehmigt das freie Rechtsabbiegen für Velofahrer an roten Ampeln. Was in Basel getestet wurde, wird nun also schweizweit eingeführt.

Auch für Basel bleibt diese Gesetzesänderung nicht ohne Folgen. Wie das Bau- und Verkehrsdepartement mitteilt, werden die Basler Velofahrer in den nächsten Tagen an dreissig weiteren Standorten frei rechts abbiegen dürfen, während Autos halten müssen. Was etwa an der Kreuzung Schanzenstrasse/Spitalstrasse schon seit Jahren gang und gäbe war, wird nun auch an Kreuzungen am Dreispitz, an der Schützenmattstrasse oder bei der Markthallenbrücke möglich, wie eine Liste, die auf der Website des Kantons einsehbar ist, zeigt.

Das Amt für Mobilität hat hierfür gemeinsam mit der Kantonspolizei sämtliche Basler Kreuzungen mit Lichtsignalanlagen geprüft und nun jene freigegeben, die eine Realisation ohne Markierungsarbeiten oder Anpassungen an den Ampeln zulassen. Weitere sollen im Verlaufe des Jahres folgen. Ein Standort befindet sich zudem im Verkehrsgarten, wo Kinder mit dem neuen Signal vertraut gemacht werden sollen.

30er-Zonen werden zu Velostrassen

Weiter ermöglicht der Bundesentscheid die Einführung zusätzlicher sogenannter Aufstellbereiche für Velofahrer. Diese markierten Zonen erlauben es den Velofahrern, sich an einer Kreuzung vor den wartenden Autofahrern zu positionieren und sollen so für bessere Sichtbarkeit und mehr Verkehrssicherheit sorgen. Ebenso wird es fortan möglich sein, mehr Tempo-30-Zonen in Velostrassen, in denen der grundsätzliche Rechtsvortritt aufgehoben ist, zu transformieren.

Basel kannte mit dem St.-Alban-Rheinweg und der Mühlhauserstrasse bisher zwei solcher Zonen, nun sollen bis zum Sommer schrittweise acht weitere dazu kommen – darunter etwa die Allmendstrasse, die Engelgasse und der Schaffhauserrheinweg. Der Kanton gehe davon aus, dass diese Massnahmen dazu beitragen, Basler Velofahrer und Velofahrerinnen künftig noch sicherer und zügiger von A nach B zu bringen, wie aus einer Medienmittelung des Bau- und Verkehrsdepartements hervorgeht.