Fischesterben
Verschmutzung im Marchbach: Tote Fische auf Länge von einem Kilometer

Am Donnerstag wurde auf dem Marchbach bei der ARA Birsig in Therwil ein Schaumteppich beobachtet. Am Freitag stellte sich nun heraus, dass auf einem Kilometer Länge bis zum Zufluss in den Birsig sämtliche Bachforellen verendet sind.

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Auf einer Länge von einem Kilometer wurden im Marchbach tote Fische entdeckt. (Symbolbild)

Auf einer Länge von einem Kilometer wurden im Marchbach tote Fische entdeckt. (Symbolbild)

Keystone

Am Freitagvormittag entdeckte ein Mitarbeiter der Gemeinde Oberwil tote Fische im Marchbach unterhalb der Abwasserreinigungsanlage Birsig (ARA) in Therwil. Abklärungen der Jagd- und Fischereiverwaltung ergaben, dass im Marchbach auf einer Länge von einem Kilometer bis zum Zufluss in den Birsig sämtliche Bachforellen verendet sind.

Schaumteppich im Bach

Bereits am Donnerstag wurde im entsprechenden Gewässerabschnitt ein Schaumteppich beobachtet. «Der Bach war fast komplett mit weissem Schaum bedeckt. Das Wasser war kaum mehr zu sehen» sagte ein Leserreporter gegenüber «20minutenOnline».

Abklärungen haben ergeben, dass der Schaum durch die Fehlleitung schäumender Substanzen in die ARA entstanden war, wie die Bau- und Umweltschutzdirektion Baselland am Freitagnachmittag mitteilte. Diese Stoffe seien auf der ARA nicht oder nur teilweise abbaubar und daher über den ARA-Ablauf in den Marchbach gelangt. Ob diese Substanzen das Fischstreben auslösten, muss noch abgeklärt werden. (sra)