The Voice of Switzerland
«Voice»-Finalistin Nicole Bernegger: «Noch richtig Euphorie im Bauch»

Nach ihrem überwältigenden Erfolg am Samstag in «The Voice of Switzerland» bereitet sich die Birsfelderin Nicole Bernegger auf das Finale am Wochenende vor. Pläne für nach dem Final hat sie keine.

Boris Burckhardt
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Nicole Bernegger

Nicole Bernegger

srf

136 zu 64 Prozent: So klar fiel keine der vier Konfrontationen am vergangenen Samstag beim zweiten Liveauftritt der Castingshow «The Voice of Switzerland» aus. Die glückliche Finalistin, die sich derart eindeutig gegen ihre direkte Konkurrentin Leslie Philbert durchsetzte, heisst erneut Nicole Bernegger aus Birsfelden.

«Grossartig, toll», beschreibt die Baselbieter Soulsängerin ihre Gefühle im bz-Gespräch: «Ich habe noch richtig Euphorie im Bauch.» Sie habe nicht damit gerechnet, so hoch zu gewinnen: Trotz ihres Erfolgs im ersten Halbfinal habe sie am vergangenen Samstag möglichst wenig erwartet. Weil sie sich zum ersten Mal dem Votum des Publikums habe stellen müssen, sei sie «besonders nervös und gespannt» gewesen: «Die vergangenen Tage waren sehr lang und streng. Es tut gut, wenn ich mir nicht so viel Gedanken machen muss über etwas, das ich eh nicht steuern kann.»

Ruhe ist wichtiger als Vorschusslob

Auch am Sonntag war Bernegger bereits wieder in Gedanken beim nächsten Wochenende, wenn unter den vier verbliebenen Kandidaten im Final die Stimme der Schweiz gekürt wird. Die Favoriten-Rolle, die ihr in den Medien zugesprochen wird, versucht sie zu ignorieren: «Ich weiss nicht, woher das kommt; alle haben dieselbe Chance.»

Bernegger vergleicht ihre Situation mit einem 100-Meter-Läufer, der nach einem guten Start auch nicht wisse, was ihn auf der restlichen Strecke erwarte. Statt den Vorschusslorbeeren brauche sie Ruhe, um beim entscheidenden Lied hundert Prozent geben zu können: «Der Druck ist so schon gross genug.»

Auch ihre im Mai bevorstehende Schwangerschaft macht der zweifachen Mutter keine Sorgen: «Mein Arzt sagt mir, Schwangere haben ein gutes Körpergefühl.» Gedanken darüber, den Wettbewerb so kurz vor dem Ziel wegen ihrer Umstände abbrechen zu müssen, mache sie sich deshalb keine: «Ich fühle mich sehr wohl vor Ort.»

Keine Vertreterin des Baselbiets

Erst am gestrigen Abend kehrte Bernegger zurück nach Birsfelden, um ihre Familie wiederzusehen. Rund 20 Verwandte und Bekannte hatten sie nach Kreuzlingen begleitet. Als Vertreterin des Baselbiets fühlt sich die Birsfelderin mit baslerisch-aargauischer Vergangenheit allerdings nicht: «Das spielt für mich keine Rolle. Musik ist zum Glück grenzübergreifend.» Lob und Unterstützung bekomme sie aus der gesamten Schweiz.

Pläne für nach dem Final hat Bernegger keine. Dafür seien die Emotionen jetzt noch viel zu hoch. Auch wenn sie den Sieg nicht schaffen sollte, sei sie «dankbar für alles, was ich bisher erlebt habe». Die Teilnahme an der «Voice» habe sich bereits jetzt gelohnt: «Es ist eh schon sautoll, dass ich im Final bin.»