Waldenburg
Waldenburg bebt – Sven Epiney heizt tüchtig ein

Dank TV-Übertragung ist das Interesse am Waldenburger Guggenkonzert gross. Viele auswärtige Guggen möchten hier auftreten. Mit Sven Epiney liess das Fasnachts-OK einen alten Routinier das 27. Guggenkonzert moderieren.

Daniel Aenishänslin (Text und Foto)
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Moderator Sven Epiney mit dem Tambourmajor der Latärneschränzer.

Moderator Sven Epiney mit dem Tambourmajor der Latärneschränzer.

Waldenburg beginnt zu beben. Die Schlappschwänz eröffnen das 27. Guggenkonzert im Waldenburgertal. Ein würdiger Schrittmacher, denn die Frenkendörfer sind zum 27.Mal dabei, waren schon Stammgäste, als der Event noch in Oberdorf durchgeführt wurde. Gekommen sind gegen 3500 Ohrenpaare, in etwa das Dreifache davon, was die Einwohnerzahl an guggenfreien Tagen hergibt. Die Menge vor der Bühne wogt hin und her.

Gekommen ist das Publikum auch wegen des Moderators. Das Organisationskomitee ist dafür bekannt, diesen Part jeweils einer prominenten Persönlichkeit zu übergeben. Vergangenes Jahr war es DJ Antoine, zuvor schon Monika Fasnacht, Sascha Ruefer oder eben Sven Epiney. Es ist bereit Epineys dritter Auftritt am Guggenkonzert. «Eine Premiere ist es aber dennoch», sagt Epiney, «in Waldenburg habe ich das noch nicht gemacht.»

Wie gewöhnlich werden die, die es tatsächlich wissen wollen, von OK-Mitglied Peter Ehrenbogen mit den wichtigsten Zahlen versorgt. 90 Leute sind im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Vergangenes Jahr seien 1500 Liter Bier geflossen, zudem 120 Liter an Spirituosen aber auch 620 Liter Mineralwasser. Gegessen wurden unter anderem 110 Kilo Brot und dazu rund 500 Bratwürste, 260 Paar Wienerli.

TV-Übertragung zahlt sich aus

Jene Zahl, die ihm am meisten zu gefallen scheint, ist die magische von Telebasel, welches das Guggenkonzert erneut ausstrahlen wird. «120000 Haushalte haben das Konzert vergangenes Jahr gesehen», sagt Ehrenbogen, «deshalb haben wir nun viele Anfragen von auswärtigen Guggen, die hier spielen wollen.» Er spricht von Anfragen aus Lyss, Biel und der Innerschweiz. Bereits eingetroffen sind die Quä-Quäger aus dem luzernischen Triengen mit ihrem Heavy-Metal-Sound sowie aus dem aargauischen Leibstadt die Seifesüder. «Eine der aktuell besten Guggen überhaupt», sagt OK-Präsident Yves Bill von den Oberdörfer Los Ventilos.

Ausgelassen wird gefeiert. Am Rande der Zeremonie trifft Sven Epiney noch auf Schlagersängerin Sarah-Jane aus Rothenfluh im Fasnachtskostüm. Aber ohne etwas ganz wichtiges in ihrem Leben ist diese eingetroffen. Offenbar hat Sarah-Jane an der Fasnacht ihre Stimme verloren, was den Moderator köstlich amüsiert. Danach wird durchgeschränzt bis vor Mitternacht. Die Menge wogt, die Erde bebt.