WB
Waldenburger-Bahn 2014 mit mehr Passagieren und verdoppeltem Gewinn

Im vergangenen Jahr hat die Waldenburgerbahn einen Gewinn von 363'000 Franken erzielt. Total wurden 1,86 Millionen Passagiere befördert.

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Gegenüber 2013 hat die Waldenburgerbahn den Gewinn im vergangenen Jahr mehr als vedoppelt. (Archivbild)

Gegenüber 2013 hat die Waldenburgerbahn den Gewinn im vergangenen Jahr mehr als vedoppelt. (Archivbild)

Nordwestschweiz

Die Waldenburgerbahn (WB) hat 2014 mit 1,86 Mio. Passagieren 5,9 Prozent mehr Fahrgäste befördert als im Vorjahr. Auch die Personenkilometer-Leistung stieg um 6,2 Prozent. Der Jahresgewinn wurde mehr als verdoppelt, während der Gesamtumsatz um 5,9 Prozent auf 9,67 Mio. Franken stieg.

2014 stieg die Personenkilometer-Leistung auf insgesamt 13,4 Millionen, wie dem am Dienstag publizierten Jahresbericht zu entnehmen ist. Die WB-Passagiere sind demnach erneut im Schnitt etwas längere Strecken gefahren als im Vorjahr.

Finanziell ist die WB auf Kurs. Vom Betriebsertrag von 9,67 (Vorjahr: 9,13) Millionen Franken entfallen brutto 6,55 (6,19) Millionen auf Abgeltungen des Bundes und des Kantons Basel-Landschaft. Der Verkehrsertrag legte um 4,69 Prozent auf 2,78 Millionen Franken zu. Unter dem Strich erzielte die WB einen Jahresgewinn von 363'439 (145'639) Franken.

Ende Jahr standen 27,9 (27,4) Vollstellen für 34 (32) Angestellte in den Lohnbüchern. Der Personalaufwand von 3,34 (3,41) Millionen Franken war leicht rückläufig - er sank so unter die Summe der Abschreibungen von 3,37 (3,13) Millionen Franken.

Spurwechsel offen

Die 13 Kilometer lange Bahn zwischen Liestal und Waldenburg hat mit 75 Zentimetern die schmalste Spurweite öffentlicher Bahnen in der Schweiz. Der Landrat hatte zwar noch 2010 im Grundsatz entschieden, dass es dabei bleibt.

Ebenfalls im Auftrag des Landrats wird derzeit aber ein Spurwechsel auf die bei Trams in der Schweiz übliche Meterspur erneut geprüft, dies im Hinblick auf eine grosse anstehende Rollmaterial-Beschaffung von 14 neuen Zügen für den WB-Linienbetrieb. Bereits Widerstand angekündigt haben die in einem Verein organisierten Freunde des historischen WB-Dampfzuges; der Gemeinden-Beirat ist derweil gespalten.

Mit der Rollmaterial-Beschaffung verbunden ist ein grosser Umbau des Endbahnhofs in Waldenburg. Zwecks Koordination mit SBB-Arbeiten im Bahnhof Liestal ist die WB-Schienenerneuerung für das Jahr 2022 vorgesehen - die WB-Züge sollen dabei ein Jahr still stehen. Danach sollen gleich die neuen Züge bereit stehen.

WB unterwegs zur BLT

Insgesamt werden die Erneuerungs-Investitionen auf gegen 270 Millionen Fr. geschätzt. Der Landrat hat bisher 29 Millionen Fr. für die erste Tranche der WB-Erneuerung bewilligt, dies mit dem Auftrag, die Spurweite erneut zu überprüfen.

Die Tage der unabhängigen WB dürften allerdings gezählt sein, denn die Kantonsregierung will die WB wegen deren teurer Rundum-Erneuerung in die in Oberwil ansässige Baselland Transport (BLT) integrieren. Die BLT betreibt diverse Tram- und Buslinien und hat deutlich mehr Erfahrung mit solchen Investitionen.

Die Fusion erfordert die Zustimmung der beiden Generalversammlungen und des Landrats. WB und BLT sind weitgehend in öffentlicher Hand. Bei der BLT ist der Kanton grösster Einzelaktionär, gefolgt von den Baselbieter Gemeinden. Bei der WB liegen die Beteiligungsquoten von Kanton, Bund und Baselbieter Gemeinden in der Grössenordnung von je über 30 Prozent.

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