Waldenburg
Waldenburgerbahn hat 2010 etwas mehr Passagiere befördert

Die Waldenburgerbahn (WB) hat 2010 mit 1,924 Mio. Passagieren ein paar mehr befördert, den Rückgang vom Vorjahr aber nicht ganz aufgeholt. Die Personenkilometer-Leistung sank derweil leicht. Der Jahresgewinn ging ebenfalls leicht zurück, bei etwas gestiegenem Gesamtumsatz.

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Waldenburgerbahn in Hölstein

Waldenburgerbahn in Hölstein

Martin Töngi

Die WB-Passagierzahlen legten 0,38 Prozent zu, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht; nach konstanter Zunahme war im Vorjahr ein Minus von 0,7 Prozent registriert worden. Die Personenkilometer liessen 2010 um 1,8 Prozent nach auf 13,696 Millionen, was als «konstantes Reiseverhalten» taxiert wird.

Die WB weist für das vergangene Jahr einen Ertrag von insgesamt 7,9 (2009: 7,4) Mio. Franken aus. Davon entfallen brutto gut 4,6 (4,0) Mio. Franken auf Abgeltungen des Bundes und des Kantons Basel- Landschaft. Der Verkehrsertrag fiel mit 2,70 Mio. Franken rund 49'471 Franken oder 1,8 Prozent tiefer aus als 2009.

Gewinn leicht gesunken

Unter dem Strich erzielte die WB einen Jahresgewinn von 106'889 (109'763) Franken. Der Gewinn stammt fast ausschliesslich aus dem Linienbetrieb; der Dampfbetrieb trug nur gerade 65 Franken bei. Im Berichtsjahr hatte der Tarifverbund Nordwestschweiz per 1. Juni die Einzelbillett-Preise und per 1. Juli jene für Monatsabos angehoben.

Die 13 Kilometer lange Bahn zwischen Liestal und Waldenburg weist mit 75 Zentimeter die schmalste Spurweite öffentlicher Bahnen in der Schweiz auf. Nach einem Grundsatzentscheid des Baselbieter Landrats vom Oktober bleibt es auch dabei.

Die WB mit 31 Angestellten auf 25,8 Vollstellen verfügt unverändert über sieben Triebwagen und zehn Steuerwagen sowie einige Spezialwagen. Der Dampfbetrieb mit einer historischen Lok und fünf Personenwagen wird von Dampffreunden mit viel Fronarbeit ermöglicht