Gesundheit
Wegen Bruderholz-Planung: Die Baselbieter FDP nimmt CVP-Zwick ins Visier

Die Baselbieter FDP gibt Gesundheitsdirektor Peter Zwick die Schuld am «Desaster der Bruderholz-Planung». Das geht aus einer Mitteilung der Partei hervor. Sie will das Geschäft auch im morgigen Landrat thematisieren.

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Bruderholzspital von Dach

Bruderholzspital von Dach

Nicole Nars-Zimmer

Die Baselbieter FDP will morgen Donnerstag im Landrat wissen, «wer die Verantwortung des Desasters der Bruderholz-Planung trägt und welche Konsequenzen der Regierungsrat daraus zieht». Sie wirft Gesundheitsdirektor Peter Zwick vor, er habe zu Beginn seiner Amtszeit das Abkommen mit dem Kanton Basel-Stadt, das den Bau eines regionalen Geriatriezentrums im Bethesda-Spital vorsah, gekündigt und stattdessen die Planung eines neuen Spitals auf dem Bruderholz aufgegleist. Dies habe den Kanton bis heute über zehn Millionen Franken gekostet.

«Zwick will sich aus Verantwortung stehlen»

Nun wolle sich Zwick aus der Verantwortung stehlen und «die Schuld des Desasters auf das Hochbauamt, die landrätliche Gesundheitskommission und letztlich auf den Landrat» schieben, «ist mehr als billig».
Kosten und Zeitplan seien durch Zwicks Entscheid aus den Fugen geraten. «Hätte er das gut vorbereitete Geschäft von seinem Vorgänger Erich Straumann übernommen, wäre der Neubau des Kantonsspitals Bruderholz Ende 2013 bezugsbereit und die Umbauarbeiten Mitte 2015 abgeschlossen worden», moniert die FDP. «Das Geriatriezentrum beim Bethesdaspital wäre in der Zwischenzeit wohl bereits Tatsache.»
Die FDP-Fraktion betont: «Baselland ist nach der Auslagerung der Spitäler nicht mehr Betreiber, sondern Eigner der Spitäler. Auch ein Eigner hat Rechte und Pflichten, insbesondere was die Strategie und die Finanzierung betrifft.» Böse Überraschungen in Millionenhöhe vertrage die Finanzlage des Kantons derzeit nicht. (bz/dh)