Recycling
Weihnachten ist vorbei, doch was passiert mit den Tannenbäumen?

In diesen Tagen werden im Baselbiet die Weihnachtsbäume gesammelt und entsorgt. Dabei verfährt jede Gemeinde anders: Ob gehäckselt, kompostiert, verbrannt oder geworfen: Letzten Endes werden sie alle wieder dem natürlichen Kreislauf zugeführt.

Tobias Gfeller
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Spielend den Weihnachtsbaum loswerden kann man in Rodersdorf: Nach dem traditionellen Wurf-Wettbewerb vom vergangenen Freitag werden die Bäume verbrannt.

Spielend den Weihnachtsbaum loswerden kann man in Rodersdorf: Nach dem traditionellen Wurf-Wettbewerb vom vergangenen Freitag werden die Bäume verbrannt.

Kenneth Nars

Das Aussuchen des Weihnachtsbaums kann dauern und auch mal längere Diskussionen auslösen. Umso schneller geht dessen Entsorgung, wenn die Weihnachtsfeierlichkeiten vorbei sind und das neue Jahr angebrochen ist. In den Gemeinden der Region geschieht die Entsorgung auf verschiedene Art und Weise.

In Rodersdorf konnte man am Freitagabend zum bereits traditionellen Weihnachtsbaumwerfen antreten und so den eigenen Baum entsorgen. Beschaffenheit, Gewicht und Grösse des Baums sind entscheidend, ob dieser gut durch die Luft fliegt. Die geworfenen Bäume werden anschliessend verbrannt.

Gegen zehn Tonnen Bäume

Ein Problem beim Entsorgen der Weihnachtsbäume stellen die Überreste des Baumschmucks und des Kerzenwachs dar. Die Disziplin der Leute habe sich aber markant gesteigert, freut sich Esther Grond. Dies bestätigt auch Max Huber, Leiter des Gemeindewerkhofs von Sissach. «Wenn es wirklich mal schlimm wäre, nehmen wir den Baum einfach nicht mit und machen die Besitzer darauf aufmerksam.»

In Sissach wie auch in Muttenz wurden die hinausgestellten Bäume am vergangenen Donnerstag von den Werkhöfen eingesammelt. In Sissach kam ein «guter Haufen» zusammen, wie es Max Huber beschreibt. Die Bäume werden anschliessend von einer externen Firma zerhackt und kompostiert. Die Komposterde kommt in den Verkauf. «So schliesst sich quasi der Kreislauf», schmunzelt Werkhofleiter Huber.

Gehäckselt oder verbrannt

Ein kleines Happening stellt alljährlich am Samstag nach dem Dreikönigstag die Weihnachtsbaumentsorgung in Frenkendorf dar. Die Einwohnergemeinde stellte auch vorgestern ihren Häcksler zur Verfügung und die Verantwortlichen der Bürgergemeinde liessen die Bäume durch. «Das Häckselgut vom eigenen Baum kann man mit nach Hause nehmen und für den eigenen Garten gebrauchen», sagt Toni Kummli, Waldchef der Bürgergemeinde. Die Bürgergemeinde recycelt so doppelt so viele Weihnachtsbäume, wie sie im Dezember ursprünglich verkaufte.

In Waldenburg kann man den eigenen Baum in den ersten beiden Januarwochen bei der Gemeinde abgeben. Aufgrund des Neubaus des Werkhofs liegt der Sammelplatz heuer beim Schwimmbad. «Die Bäume werden im Februar für das Fasnachtsfeuer gebraucht», erklärt Verwaltungsleiter Markus Meier. Das dürre Holz sei jeweils eine Bereicherung.

Entsorgung gratis

In den meisten Gemeinden kann man die Weihnachtsbäume vor die Türe stellen oder an einem zentralen Punkt abgeben. So auch in Zwingen, wo die Bäume morgen eingesammelt werden. In Reigoldswil steht beim Gemeindezentrum eine Mulde parat. In Reinach können die Bäume der morgigen Grünabfuhr oder der regulären Kehrichtabfuhr mitgegeben werden. In allen genannten Gemeinden sind die Dienstleistungen gratis.

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