Liestaler Stadtrat
Welcher der beiden es sein wird, ist noch völlig offen

Am 8. März treten der freisinnige Thomas Eugster (44) und der parteilose Daniel Muri (54) zum zweiten Wahlgang um den freiwerdenden Sitz im Liestaler Stadtrat an. Dabei wird mit Sicherheit einer gewählt, weil nur noch das relative Mehr gilt.

Andreas Hirsbrunner
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Für Liestal geht es in der Ersatzwahl vom 8.März um die künftige Ausrichtung des Stadtrats. (Links) Daniel Muri und (rechts) Thomas Eugster.

Für Liestal geht es in der Ersatzwahl vom 8.März um die künftige Ausrichtung des Stadtrats. (Links) Daniel Muri und (rechts) Thomas Eugster.

bz

Jetzt gehts um die Wurst. Am 8. März treten der freisinnige Thomas Eugster (44) und der parteilose Daniel Muri (54) zum zweiten Wahlgang um den freiwerdenden Sitz im Liestaler Stadtrat an. Dabei wird mit Sicherheit einer gewählt, weil nur noch das relative Mehr gilt. Welcher der beiden es sein wird, ist jedoch völlig offen. Eigentlich müsste Eugster als Favorit gelten, denn er gewann den ersten Wahlgang mit 71 Stimmen Vorsprung auf Muri und startet somit aus der Poleposition. Doch was bei Formel-1-Rennen ein klarer Vorteil ist, spielt beim bevorstehenden Wahlgang nicht, weil da viele Unwägbarkeiten mitschwingen.

Die Grösste: Was passiert mit den 512 Stimmen, die Juso-Kandidat Joël Bühler, der nicht mehr antritt, im ersten Wahlgang erzielt hat? Dafür, dass sie eher Muri zufallen, spricht, dass Eugster zumindest bei einem Teil der Liestaler Genossen nicht hoch im Kurs steht; für Eugster spricht, dass der Liestaler SP-Shooting-Star Diego Stoll Mitglied in seinem Unterstützungskomitee ist.

Eine andere Unwägbarkeit ist die höhere Stimmbeteiligung, mit der am 8. März zu rechnen ist. Denn auch in Liestal gilt die Regel, dass bei Sachabstimmungen – am 8. März geht es um diverse eidgenössische und kantonale Vorlagen – mehr Stimmbürger an die Urne gehen als bei reinen Wahlen. Ebenfalls offen ist, ob es Eugster allenfalls schadet, dass er inzwischen in den Landrat gewählt wurde. Das Stichwort dazu heisst «Doppelbelastung». Eugster will nach dem 8. März mit seinem Arbeitgeber reden, ob es allenfalls beide Ämter verträgt. Vorrang hat für ihn aber das Stadtratsmandat, falls er gewählt wird.

Bei allen Unwägbarkeiten ist aber sicher: Die Liestaler Stimmbürger haben eine echte Auswahl für die Nachfolge des parteilosen Peter Rohrbach. Die Unterschiede sind gross, wie auch die nachstehenden Beiträge von Thomas Eugster und Daniel Muri zeigen. Bei diesen hatten beide Kandidaten eine Carte Blanche; einzig das Motto «Mein Liestal» und die Textlänge waren vorgegeben. Der grösste Unterschied zwischen den Kandidaten aber ist: Eugster kennt die politischen Mechanismen und die aktuellen Geschäfte als mehrjähriger Einwohnerrat besser, Muri kennt dafür als vielgleisig aktives Liestaler «Eigengewächs» die hiesigen Menschen und ihre Bedürfnisse.

Mein Liestal: Für mehr Respekt und wider den Vorurteilen Man kann es sich nicht aussuchen, in welches Nest man geboren wird. Ich empfinde es als Glück, in diesem guten Ort mein Leben mit Familie und Freunden verbringen zu dürfen. Während den 30 Jahren, in denen ich in Liestal mein kleines Unternehmen solide aufgebaut habe, konnte ich Arbeitsplätze schaffen und habe die Verantwortung mitübernommen, jungen Menschen eine Berufslehre zu ermöglichen und sich auch im kulturellen Schaffen beweisen zu können. Meine Kernanliegen sind, durch den schulischen und gesellschaftlichen Leistungsdruck verunsicherte Jugendliche und deren Eltern primär einmal «einzubilden»; was heissen soll, ihnen Selbstvertrauen zu übermitteln. Den Eltern möchte ich anhand meines und des Werdegangs vieler Anderer aufzeigen, dass ein gelerntes Handwerk wie auch eine andere Ausbildung oder ein Hobby ein solides Fundament für eine gute persönliche Karriere sein können. Wo Zufriedenheit, Bescheidenheit und Bodenhaftung immer im Zentrum des Erfolgs stehen sollen. Wir alle sind die Summe dessen, was wir bis anhin erlebt haben. Dazu gehört auch der 55-jährige Familienvater, dessen Arbeitsplatz wegrationalisiert wurde, die traumatisierte Familie, die ihr Heimatland fluchtartig verlassen musste und Schutz sucht, die alte Frau im Pflegeheim, die Glücklichen, die Traurigen, die Verliebten, die Gescheiterten, die Erfolgreichen und die Unscheinbaren unter und mit uns. Die Politiker, die Angestellten in der öffentlichen Verwaltung, die Kirchen- und Vereinsmitglieder, sie alle bestehen auch aus dem, was sie bis anhin erlebt haben. Eine unglaubliche Masse an Erfahrungen und ein riesiges Potenzial an Wissen. Sich dessen bewusst zu werden, kann viele Türen und Tore aufreissen. Mitmenschen auf gleicher Höhe mit Respekt und ohne Vorurteil begegnen zu können, ist ein unschätzbares Gut. Und es wäre gut, es vermehrt wieder schätzen zu wissen. Als Familienvater, Unternehmer, Kulturschaffender und mit meinem offenen Geist kann ich als Malermeister den nötigen Farbtupfer in den Stadtrat miteinbringen. «Es goht ebe nur mitenand!»

Mein Liestal: Für mehr Respekt und wider den Vorurteilen Man kann es sich nicht aussuchen, in welches Nest man geboren wird. Ich empfinde es als Glück, in diesem guten Ort mein Leben mit Familie und Freunden verbringen zu dürfen. Während den 30 Jahren, in denen ich in Liestal mein kleines Unternehmen solide aufgebaut habe, konnte ich Arbeitsplätze schaffen und habe die Verantwortung mitübernommen, jungen Menschen eine Berufslehre zu ermöglichen und sich auch im kulturellen Schaffen beweisen zu können. Meine Kernanliegen sind, durch den schulischen und gesellschaftlichen Leistungsdruck verunsicherte Jugendliche und deren Eltern primär einmal «einzubilden»; was heissen soll, ihnen Selbstvertrauen zu übermitteln. Den Eltern möchte ich anhand meines und des Werdegangs vieler Anderer aufzeigen, dass ein gelerntes Handwerk wie auch eine andere Ausbildung oder ein Hobby ein solides Fundament für eine gute persönliche Karriere sein können. Wo Zufriedenheit, Bescheidenheit und Bodenhaftung immer im Zentrum des Erfolgs stehen sollen. Wir alle sind die Summe dessen, was wir bis anhin erlebt haben. Dazu gehört auch der 55-jährige Familienvater, dessen Arbeitsplatz wegrationalisiert wurde, die traumatisierte Familie, die ihr Heimatland fluchtartig verlassen musste und Schutz sucht, die alte Frau im Pflegeheim, die Glücklichen, die Traurigen, die Verliebten, die Gescheiterten, die Erfolgreichen und die Unscheinbaren unter und mit uns. Die Politiker, die Angestellten in der öffentlichen Verwaltung, die Kirchen- und Vereinsmitglieder, sie alle bestehen auch aus dem, was sie bis anhin erlebt haben. Eine unglaubliche Masse an Erfahrungen und ein riesiges Potenzial an Wissen. Sich dessen bewusst zu werden, kann viele Türen und Tore aufreissen. Mitmenschen auf gleicher Höhe mit Respekt und ohne Vorurteil begegnen zu können, ist ein unschätzbares Gut. Und es wäre gut, es vermehrt wieder schätzen zu wissen. Als Familienvater, Unternehmer, Kulturschaffender und mit meinem offenen Geist kann ich als Malermeister den nötigen Farbtupfer in den Stadtrat miteinbringen. «Es goht ebe nur mitenand!»

Juri Junkov
Mein Liestal: Damit unsere KMU im Stedtli Erfolg haben n Liestal hat sich in den letzten Jahren eine neue Dynamik gezeigt, welche den Aufbruch in einen neuen Entwicklungsschritt unserer Stadt markiert. Als Stadtrat möchte ich meine Fähigkeiten und meine Energie dafür einsetzen, dass wir diesen Umbruch gemeinsam erfolgreich gestalten können. Im Folgenden dazu nur einige wenige Schwerpunktthemen. Stadtentwicklung: Liestal ist ein attraktiver Wohn- und Lebensort, davon zeugen die zahlreichen Bauvorhaben, welche entweder bereits in der Umsetzung sind (Bahnhof, Zentrum Nord) oder in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Diese Entwicklung gilt es, mit Ausdauer weiterzuverfolgen; insbesondere die Schaffung von neuem, attraktivem Wohnraum für Jung und Alt in der Nähe des Stadtzentrums. Durch diesen gezielt geplanten Wohnungsbau gewinnt Liestal nicht nur viele neue Steuerzahler, sondern wir reduzieren auch den Pendlerverkehr. Zusätzlich stärken die neuen Anwohner das Stedtli als Einkaufszentrum. Auch die Schulraumplanung kann gezielt auf diese Entwicklung hin ausgerichtet werden. Stedtli als Einkaufszentrum: Das Stedtli als Einkaufszentrum muss unter anderem durch die folgenden Massnahmen nachhaltig gestärkt werden: Umsetzung des Quartierplans Ziegelhof, zusätzliches Parkhaus unter dem Postgebäude, Neugestaltung der Rathausstrasse und der Allee. Somit schaffen wir gute Rahmenbedingungen, damit unsere KMU im Stedtli mit neuen Geschäftsideen erfolgreich sein können. Bis die erwähnten Massnahmen umgesetzt sind, müssen wir zunächst mit günstigem Parkraum dafür sorgen, dass die Kunden in der Zwischenzeit nicht in die umliegenden Gemeinden abwandern. Liestal als Wirtschaftsstandort: Neben dem neu entstehenden Wirtschaftsgebiet rund um den Bahnhof müssen wir auch die Attraktivität unserer übrigen Wirtschaftsgebiete steigern. Damit stärken wir unsere bestehenden Unternehmen, ziehen aber auch neue an. In Zusammenarbeit mit der FHNW könnten wir beispielsweise mit einem Businesspark neue, innovative Unternehmen aus dem Pharmabereich nach Liestal bringen. Damit kann Liestal die Steuereinnahmen nachhaltig steigern.Bringen Sie Liestal vorwärts – schreiben Sie am 8. März «Thomas Eugster» auf Ihren Stimmzettel!

Mein Liestal: Damit unsere KMU im Stedtli Erfolg haben n Liestal hat sich in den letzten Jahren eine neue Dynamik gezeigt, welche den Aufbruch in einen neuen Entwicklungsschritt unserer Stadt markiert. Als Stadtrat möchte ich meine Fähigkeiten und meine Energie dafür einsetzen, dass wir diesen Umbruch gemeinsam erfolgreich gestalten können. Im Folgenden dazu nur einige wenige Schwerpunktthemen. Stadtentwicklung: Liestal ist ein attraktiver Wohn- und Lebensort, davon zeugen die zahlreichen Bauvorhaben, welche entweder bereits in der Umsetzung sind (Bahnhof, Zentrum Nord) oder in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Diese Entwicklung gilt es, mit Ausdauer weiterzuverfolgen; insbesondere die Schaffung von neuem, attraktivem Wohnraum für Jung und Alt in der Nähe des Stadtzentrums. Durch diesen gezielt geplanten Wohnungsbau gewinnt Liestal nicht nur viele neue Steuerzahler, sondern wir reduzieren auch den Pendlerverkehr. Zusätzlich stärken die neuen Anwohner das Stedtli als Einkaufszentrum. Auch die Schulraumplanung kann gezielt auf diese Entwicklung hin ausgerichtet werden. Stedtli als Einkaufszentrum: Das Stedtli als Einkaufszentrum muss unter anderem durch die folgenden Massnahmen nachhaltig gestärkt werden: Umsetzung des Quartierplans Ziegelhof, zusätzliches Parkhaus unter dem Postgebäude, Neugestaltung der Rathausstrasse und der Allee. Somit schaffen wir gute Rahmenbedingungen, damit unsere KMU im Stedtli mit neuen Geschäftsideen erfolgreich sein können. Bis die erwähnten Massnahmen umgesetzt sind, müssen wir zunächst mit günstigem Parkraum dafür sorgen, dass die Kunden in der Zwischenzeit nicht in die umliegenden Gemeinden abwandern. Liestal als Wirtschaftsstandort: Neben dem neu entstehenden Wirtschaftsgebiet rund um den Bahnhof müssen wir auch die Attraktivität unserer übrigen Wirtschaftsgebiete steigern. Damit stärken wir unsere bestehenden Unternehmen, ziehen aber auch neue an. In Zusammenarbeit mit der FHNW könnten wir beispielsweise mit einem Businesspark neue, innovative Unternehmen aus dem Pharmabereich nach Liestal bringen. Damit kann Liestal die Steuereinnahmen nachhaltig steigern.Bringen Sie Liestal vorwärts – schreiben Sie am 8. März «Thomas Eugster» auf Ihren Stimmzettel!

Martin Töngi