Integration
Weniger Deutschkurse für Ausländer, weil das Geld fehlt

Der Ausländerdienst Baselland kürzt sein Angebot für finanzschwache Ausländer, weil Staat und Wirtschaft weniger zahlen. Allein Bund und Kantone haben ihre Beiträge an den Ausländerdienst Baselland um über 100000 Franken reduziert.

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Ausländer im Deutschkurs (Archiv)

Ausländer im Deutschkurs (Archiv)

Keystone

Zudem gibt es immer weniger Unternehmen, die den Ausländerdienst unterstützen. Dabei war der Verein seit seiner Gründung 1964 auf Beiträge aus der Wirtschaft angewiesen, um Deutschkurse, Beratungsdienste und weitere Integrationsangebote für ausländische Arbeitnehmer zu
finanzieren.

Die knappen finanziellen Mittel haben den Ausländerdienst dazu bewogen, seine Strategie zu überdenken. Er setzt vermehrt auf selbsttragende Kurse, die sich an Verwaltungen, Behörden und Unternehmensspitzen richten. Dies geschieht auf Kosten der finanzschwachen ausländischen Arbeitnehmer. Das auf diese Klientel ausgerichtete Angebot braucht die externe finanzielle Unterstützung, die kleiner geworden ist. Trotz des Strategiewechsels schreibt der Ausländerdienst seit drei Jahren rote Zahlen. (mec)