Liedertswil BL
Wenn ein 600 Kilo schweres Rad ins Hausdach kracht

Im basellandschaftlichen Liedertswil hat sich bei Forstarbeiten ein schweres Rad von einem Forstfahrzeug gelöst und ist mit Karacho einen Hang hinunter und direkt in ein Hausdach gestürzt.

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Am Dienstagvormittag waren an einem Hang in Liedertswil Förster mit schweren Maschinen bei der Arbeit. An sich nichts Aussergewöhnliches. Dass sich im Dorf nahe der Solothurnischen Grenze an diesem Tag eine solche Actionszene ereignen wird, hat Hans Niederhuser, der gleich unterhalb dieses Hanges wohnt, wohl nie gedacht.

Der Rentner stand gerade vor seiner Garage, als er jemanden rufen hörte: «Achtung Rad!». «Danach habe ich hinaufgeschaut und das Rad kommen sehen», berichtet er gegenüber «TeleM1» Dieses 600 Kilogramm schwere Rad raste mit geschätzten 100 Kilometern pro Stunde direkt auf sein Haus zu. «Ein Schock», wie Niederhuser erzählt.

Er hoffte noch, dass das Rad sein Haus verpasste. Dem war leider nicht so: Das Rad landete direkt auf dem Hausdach, prallte ab und blieb schlussendlich im Garagedach stecken.

Förster Stefan Röthlisberger hatte zuerst gar nicht bemerkt, dass seinem Fahrzeug etwas fehlt. Er musste einen Moment innehalten und warten, dass die Strasse gesperrt wurde und schaute den Hang hinab. «Plötzlich habe ich in meinem Augenwinkel das Rad zirka 20 bis 30 Meter unterhalb meines Fahrzeuges gesehen. Danach habe ich sofort Achtung Rad ins Funkgerät geschrien.»

Weshalb sich das Rad lösen konnte, kann er sich nicht erklären. Die Räder wurden mittlerweile aus Sicherheitsgründen zusätzlich mit Ketten angemacht.

Böse ist das Ehepaar Niederhuser wegen des Schadens nicht auf den Förster. «Er hat uns unterstützt und zeigte sich sehr hilfsbereit.»

Beim Vorfall wurde niemand verletzt. (ldu)